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Nach Auffahrunfall: Entscheidung über Kickers Offenbach verschoben

Kölner Ex-Präsident Artzinger-Bolten vertagt Punktabzug-Verhandlung.
Ob der vor Saisonbeginn wegen eines Insolvenzantrags verhängte Neun-Punkte-Abzug für den Südwest-Regionalligisten Kickers Offenbach Bestand hat oder nicht, ist weiterhin unklar. Am Samstag musste die in einem Hotel in Walldorf angesetzte Verhandlung vor dem Schiedsgericht der Regionalliga Südwest kurzfristig vertagt werden, weil Besitzer Heinz-Wilhelm Fink (Koblenz) auf der knapp 180 Kilometer langen Anreise in einen Auffahrunfall auf der A 61 verwickelt war und so nicht mehr rechtzeitig am Tagungsort eintreffen konnte.

„Mit nur zwei Personen ist das Schiedsgericht nicht beschlussfähig. Wir werden zeitnah einen neuen Termin festlegen“, sagte der Schiedsgerichts-Vorsitzende und Kölner Rechtsanwalt Dietmar Artzinger-Bolten nach knapp einer Stunde Wartezeit.

Artzinger-Bolten, ehemaliger Präsident des Bundesligisten 1. FC Köln (1987 bis 1991), musste ebenso wie der zweite Besitzer Volker Berghäuser (Taunusstein-Wehen) sowie die Offenbacher Delegation um Präsident Helmut Spahn, Geschäftsführer Christopher Fiori und Vereinsanwalt Dr. Peter Wössner unverrichteter Dinge die Heimreise antreten.

Glücklicherweise blieb Heinz-Wilhelm Fink bei seinem Verkehrsunfall weitgehend unverletzt. „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut“, sagte Felix Wiedemann, stellvertretender Geschäftsführer der Regionalliga Südwest, gegenüber FUSSBALL.DE und MSPW. Damit dürfte Finks Teilnahme am zweiten Schiedsgerichts-Termin nichts im Wege stehen.

Der Verband hatte Kickers Offenbach neun Punkte abgezogen, weil der Traditionsklub im Frühjahr bereits zum zweiten Mal wegen finanzieller Probleme einen Insolvenzantrag stellen musste. Nach zahlreichen Aktionen und Bemühungen schaffte es der OFC jedoch, die notwendigen Gelder aufzutreiben und den Insolvenzantrag zurückzuziehen. Der Punktabzug blieb jedoch bestehen. Dagegen hatte der Verein Klage vor dem Schiedsgericht eingereicht. Sollte dem Einspruch stattgegeben werden, müssten sich die Kickers wohl keine Sorgen mehr um den Klassenverbleib machen.

„Es ist für alle Beteiligten eine unglückliche Situation. Wir hoffen jetzt, dass die Verhandlung möglichst schnell nachgeholt werden kann und dann Klarheit herrscht“, betonte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann, der gleichzeitig auch als Präsident des für die Regionalliga Südwest zuständigen Badischen Fußballverbandes fungiert, im Gespräch mit FUSSBALL.DE und MSPW.

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