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SF Siegen planen Neustart in der Oberliga

Ehemaliger Zweitligist steht als erster RL-Absteiger fest.


Der ehemalige Zweitligist Sportfreunde Siegen steht als erster Absteiger aus der Regionalliga West fest. Die Siegerländer, die als Schlusslicht (acht Punkte Rückstand auf das „rettende Ufer“) ohnehin nur noch geringe Chancen auf den Klassenverbleib gehabt hätten, ziehen sich aus der 4. Liga zurück und planen einen Neustart in der Oberliga. Die Finanzsituation soll bei der Entscheidung die Hauptrolle gespielt haben.

Die Presse-Erklärung der Sportfreunde im Wortlaut:

Mit Unterstützung von Sponsoren und Förderern konnte in den vergangenen Wochen die Finanzierung des Spielbetriebs für die laufende Regionalligasaison 2016/17 sichergestellt werden. Über die gegenwärtige Spielzeit hinaus ist die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs in der Regionalliga West für den ehemaligen Zweitligisten, auch wenn die mehr als schwierige Mission Klassenerhalt noch gelingen sollte, allerdings finanziell nicht mehr darstellbar.

„Trotzdem wird die 1. Mannschaft der Sportfreunde Siegen in den verbleibenden Spielen alles geben, um unseren treuen Fans engagierten Fußball zu bieten“, stellt Sportvorstand Andreas Krämer fest. „Das Team wird dann in der nächsten Saison eine Klasse tiefer einen Neuaufbau mit mehr Spielern aus der eigenen Jugend starten. So werden aus der jetzigen U 19-Mannschaft fünf Spieler in den Kader der Oberligamannschaft übernommen.“

Seit drei Jahren kämpfen die Sportfreunde Siegen mit einer chronischen Unterfinanzierung. In jeder dieser Spielzeiten konnte der Etat nur mittels Zuschüssen unserer treuesten Sponsoren gedeckt werden. Diese Vorgehensweise können und wollen wir unseren Partnern nicht weiter zumuten.

„Um größeren Schaden vom Verein abzuwenden, gehört es zu den Aufgaben eines verantwortungsvoll handelnden Vorstandes, die Reißleine zu ziehen, wenn es finanziell nicht mehr reicht“, erklärt der Vorsitzende Roland Schöler. „Die Sportfreunde Siegen haben in den vergangenen drei Jahren versucht, mit Halb-Profitum und Vertragsamateuren im Profi-Wettbewerb zu bestehen. Selbst das scheint aktuell in unserer Region nicht möglich zu sein.“

In Zukunft wird die Fußball-Jugendförderung im Siegerland einen neuen Impuls bekommen. Im Haus des Sports, finanziert durch die Stiftung „Anstoß zum Leben“, soll ein Schwerpunkt die Förderung von Jugendfußballern der Region sein. Daraus kann sich dann ein bodenständiges Fußballgeschehen im Siegerland entwickeln. Dies eröffnet ganz neue Perspektiven.

„Wir treten schweren Herzens, aber erhobenen Hauptes eine finanzielle wie konzeptionelle Neuaufstellung in der Oberliga Westfalen an. Dies ist kein Rückzug, sondern ein Neuanfang. Wir laden alle Fans, Mitglieder und Förderer herzlich dazu ein, den Verein bei diesem Neuanfang zu unterstützen“, so der Vorstand in seiner gemeinsamen Erklärung.

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