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Guerino Capretti: Trainer in 4., Spieler in 6. Liga!

35-Jähriger ist seit Anfang vergangener Woche Cheftrainer beim SC Verl.


Eine ungewöhnliche Doppelrolle spielt Guerino Capretti (Foto). Der 35-jährige angehende A-Lizenz-Inhaber ist seit Anfang vergangener Woche Cheftrainer des West-Regionalligisten SC Verl, aber noch bis zum Saisonende gleichzeitig auch Spieler beim Sechstligisten Delbrücker SC. In Verl beerbte Capretti den ehemaligen Bundesligaprofi Andreas Golombek, der beim SCV seit Juli 2013 die Geschicke geleitet hatte und wegen der sportlichen Misere (sechs Punkte aus den letzten acht Partien unter Golombek) beurlaubt worden war. In Delbrück arbeitete Capretti bis zuletzt als Spielertrainer.

Im aktuellen FUSSBALL.DE -Interview spricht Capretti, der von 2010 bis 2015 bereits selbst für den SC Verl am Ball war (zuletzt sogar als Kapitän), über die besondere Situation als Trainer und Spieler bei zwei verschiedenen Vereinen und das schwere Restprogramm der Verler, die fünf Spieltage vor dem Saisonende fünf Zähler vor der Abstiegszone rangieren.

FUSSBALL.DE: Seit rund einer Woche sind Sie Trainer beim SC Verl in der Regionalliga. Gleichzeitig spielen Sie bis Saisonende auch noch selbst für den Delbrücker SC in der Westfalenliga. Das ist alles andere als gewöhnlich, Herr Capretti! Guerino Capretti: Das stimmt. Da ich aber bis vor kurzem noch Spielertrainer in Delbrück war und die Mannschaft nicht im Stich lassen möchte, unterstütze ich sie bestmöglich bis zum Saisonende. Mein Fokus liegt aber bereits auf der Arbeit in Verl. Es gibt dort schließlich viel zu tun.

Wie ist es zeitlich vereinbar, dass Sie in Verl Trainer und in Delbrück Spieler sind? Capretti: Das ist überhaupt kein Problem. Die Trainingszeiten überschneiden sich nicht. In Verl trainieren wir um 16.30 Uhr. Die Einheiten in Delbrück beginnen erst um 19 Uhr. Da beide Orte nicht einmal 20 Kilometer voneinander entfernt liegen, muss ich auch keinen weiten Weg auf mich nehmen.

Werden Sie dann im Sommer Ihre Laufbahn als Spieler beenden? Capretti: Ja, definitiv. Schon nachdem klar war, dass ich spätestens zur kommenden Saison Cheftrainer in Verl werde, habe ich beschlossen, ab Sommer nicht mehr als Spieler aufzulaufen. Wäre ich in Delbrück geblieben, hätte ich mir aber durchaus vorstellen können, noch ein Jahr dranzuhängen.

Seit Januar 2015 waren Sie in der 6. Liga als Spielertrainer tätig. Jetzt folgte der nächste Schritt im Trainerbereich. Wie würden Sie sich als Trainertyp beschreiben und was versuchen Sie, der Mannschaft zu vermitteln? Capretti: Ich bin bereits dabei, meinen Jungs eine neue Spielidee an die Hand zu geben. Ziel ist es, dass wir sie in den kommenden Wochen und Monaten festigen. Dass das nicht von heute auf morgen geht, sollte klar sein. Wir benötigen dafür etwas Zeit. Aber beim jüngsten 2:2 bei der U 23 von Borussia Mönchengladbach habe ich bereits gute Ansätze sehen können.

Was ist das für eine Spielidee? Capretti: Da werde ich jetzt sicher nicht ins Detail gehen. (lacht) Ich bin aber jemand, der mit seiner Mannschaft viel auf Ballbesitz spielt. Wir wollen aktiver sein als der Gegner, die Kontrolle über die Partie haben und nicht so viel dem Zufall überlassen.

Das ganze Interview lesen Sie auf FUSSBALL.DE

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