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Nach Festnahme: BVB dankt Ermittlungsbehörden

28-jähriger Deutsch-Russe soll Sprengsätze aus Habgier gezündet haben.
Nach der Festnahme eines Tatverdächtigen für den Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund vor dem geplanten Champions League-Spiel gegen den AS Monaco hofft der BVB auf eine schnelle Aufklärung und dankt den ermittelnden Behörden.

„Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft, des Bundeskriminalamts und der nordrhein-westfälischen Polizei wurden sehr intensiv und mit Hochdruck geführt. Dafür bedanken wir uns in aller Form und hoffen, dass in dem Tatverdächtigen nun der Verantwortliche für den niederträchtigen Anschlag auf unsere Spieler und Teammitglieder gefasst werden konnte“, betonen Hans-Joachim Watzke (Foto), Borussia Dortmunds Vorsitzender der Geschäftsführung, und Präsident Dr. Reinhard Rauball unisono.

Am 11. April waren in unmittelbarer Nähe des BVB-Mannschaftshotels neben dem Bus drei Sprengsätze explodiert. Borussia Dortmunds Abwehrspieler Marc Bartra wurde schwer am Arm verletzt und musste operiert werden. Dass es keine weiteren Verletzten oder gar Tote gab, war – wie ein Gutachten zeigte – ausschließlich großem Glück geschuldet.

Am frühen Freitagmorgen war laut Medienberichten ein 28-jähriger Deutsch-Russe in Baden-Württemberg als mutmaßlicher Attentäter festgenommen worden. Er soll aus Habgier gehandelt haben, hatte offenbar 15.000 Optionsscheine erworben und hätte von einem Sturz der BVB-Aktie profitiert. Rund 3,9 Millionen Euro hätte er damit verdienen können. Der Tatverdächtige war Gast im BVB-Mannschaftshotel, wollte unbedingt ein Zimmer mit Blick auf die Zufahrt und hatte von dort aus vermutlich bei der Abfahrt des Busses auch die Sprengsätze gezündet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn unter anderem wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung.

Schmelzer: „Aufklärung der Hintergründe wichtig für Verarbeitung“

BVB-Kapitän Marcel Schmelzer verleiht im Namen der Mannschaft seiner Hoffnung Ausdruck, „dass wir die tatsächlichen Hintergründe des Anschlags erfahren. Für alle, die im Bus saßen, wären diese Informationen wichtig, denn sie würden den Verarbeitungsprozess deutlich erleichtern“.

Borussia Dortmund bedankt sich bei all den unzähligen Menschen, die uns in den vergangenen zehn Tagen durch Worte und Taten unterstützt haben. „Der überwältigende Zuspruch hat uns viel Kraft gegeben“, betont Hans-Joachim Watzke.

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