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MSV: Grlic und Runjaic sollen bleiben

Die Verantwortlichen wollen den Sportdirektor und den Trainer nach dem Lizenzentzug halten.

„Wir haben keine Zeit, die Wunden zu lecken. Jetzt geht es darum, nach vorne
zu schauen“, sagte Jürgen Marbach, Aufsichtsratsvorsitzender des MSV Duisburg,
zur Zukunft des Vereins, dem am Mittwoch vor dem DFL-Schiedsgericht in Frank-
furt endgültig die Lizenz für die 2. Liga verweigert worden war. Nun forcieren die
„Zebras“ die Planungen für die 3. Liga. Die nötigen Unterlagen waren bereits am
Dienstag eingereicht werden.

Im sportlichen Bereich sollen nach Möglichkeit sowohl Sportdirektor Ivica Grlic als
auch Trainer Kosta Runjaic gehalten werden. Marbach hofft, dass aus dem aktuel-
len Aufgebot 15 Spieler gehalten werden können. „Uns ist trotzdem klar, dass wir
keinen Kader zusammenstellen können, der um den Aufstieg mitspielt.“ Am Don-
nerstag und Freitag findet kein Training statt.

Zunächst müssten ohnehin die wirtschaftlichen Weichen für die 3. Liga gestellt
werden. „Wenn wir jetzt die richtigen Darlehensgeber finden, bin ich optimistisch,
dass wir die 3. Liga schultern können.“

Ein wichtiger Baustein ist das Stadion, für das der MSV derzeit rund vier Millionen
Euro Miete im Jahr zahlen muss. „Das können wir in der 3. Liga nicht“, stellt Mar-
bach klar. Deshalb werde auch eine Insolvenz geprüft. Der MSV stehe bereits im
Kontakt zum DFB, wie man im Falle der Insolvenz trotzdem in der 3. Liga an den
Start gehen könnte.

Vorstandschef Udo Kirmse stellte allerdings auch klar, dass ohne die Lizenz für die
3. Liga ein Absturz wohl nicht zu verhindern wäre: „Dann käme die Insolvenz und
ich glaube nicht, dass wir als Verein die Bedingungen für die 4. Liga erfüllen könnten.
Dann müssten wir unsere zweite Mannschaft abmelden und in der fünften Liga spielen.“

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