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RW Essen: Aufsichtsrat um Hülsmann im Amt bestätigt

Harmonische RWE-Mitgliederversammlung in der Messe Essen


Für drei weitere Jahre wurde der Aufsichtsrat von Rot-Weiss Essen mit (von links) Heribert
Ardelmann, Hans-Henning Schäfer, Kurt Ehrke, Reinhard Radmacher, Christian Hülsmann
(Vorsitzender), Hans-Peter Schöneweiß, Ralf Schuh (Fan-Vertreter), Dr. Lothar Oelert und
Dr. André Helf bei der Mitgliederversammlung in der Messe Essen im Amt bestätigt.

Bei der rund vierstündigen Mitgliederversammlung des Regionalligisten Rot-Weiss Essen am
Sonntag im Kongresszentrum Süd der Messe Essen wurde der neunköpfige Aufsichtsrat um
den Vorsitzenden Christian Hülsmann nahezu einstimmig für drei weitere Jahre im Amt be-
stätigt. Anschließend sprach das Kontrollgremium formal auch dem ersten Vorsitzenden Dr.
Michael Welling erneut das Vertrauen aus. Dessen Dienstvertrag war bereits im Dezember
2012 für weitere vier Jahre bis Ende 2017 verlängert worden.

Unverändert bleibt auch der Ehrenrat um den Vorsitzenden Walther Müggenburg, dem eben-
falls einmütig das Vertrauen ausgesprochen wurde. Der langjährige Jugendleiter und -trainer
Siegfried „Siggi“ Dahms, Mitglied im Ehrenrat, wurde außerdem zum Ehrenmitglied ernannt.

Im Geschäftsjahr 2012 erwirtschaftete RWE im operativen Geschäft einen Gewinn von 8.000
Euro. Über die gesamte Saison 2012/2013 gesehen, stand bei einem Etat von 5,091 Millionen
Euro ein Minus von 83.000 Euro zu Buche, maßgeblich verursacht durch Kostensteigerungen im
Zusammenhang mit dem Umzug in das neue Stadion Essen. Nach wie vor ist der Traditionsverein
schuldenfrei und so soll es auch in den nächsten Jahren bleiben. „Wir werden nicht mehr zulassen,
dass RWE in eine finanzielle Schieflage gerät“, stellte Christian Hülsmann klar.

Kritik äußerte der ehemalige Stadtdirektor in Richtung seines früheren Arbeitgebers, der Stadt
Essen. Hauptgrund: Auch über ein Jahr nach Abschluss ohnehin schon langwieriger Verhandlungen
gibt es immer noch keinen unterschriebenen Pachtvertrag zwischen Stadion-Eigentümer GVE. einer
Stadt-Tochter, und den Rot-Weissen. In der abgelaufenen Saison zahlte RWE rund 52.000 Euro
Pacht an die GVE, für die 3. Liga wären 550.000 bis 600.000 Euro kalkuliert. Das aber reicht offen-
bar nicht aus, um das Stadion wirtschaftlich zu betreiben, zumal auch die Punktspiele des Frauen-
Bundesligisten SGS Essen pro Saison etwa Kosten von 130.000 Euro verursachen.

„Es kann nicht sein, dass der Verein zur Kasse gebeten wird, ohne selbst auf die Kosten Einfluss
nehmen zu können“, so Christian Hülsmann, der deshalb sogar ins Gespräch brachte, RWE könne
unter Umständen auch selbst Betreiber des Stadions werden. „Grundsätzlich ist jetzt die Politik,
sprich der Rat der Stadt Essen, gefordert, mehr Geld für den Betrieb des Stadions zur Verfügung
zu stellen. Wer A sagt, muss auch B sagen“, betonte Hülsmann, der die jährlichen Betriebskosten
auf rund eine Million Euro bezifferte. Im alten Georg-Melches-Stadion waren es etwa 500.000 Euro.

Mit großem Applaus wurden Trainerteam und Mannschaft von den RWE-Mitgliedern begrüßt und
kamen dann auch in den Genuss, die Premiere des neuen RWE-Songs der „Café Nova Stauder-
trinkers“ mitzuerleben, der die Vereinsgeschichte in etwa 15 Minuten besingt. Die Messlatte für
Cheftrainer Waldemar Wrobel und seine Spieler wurde ebenfalls klar definiert. „Nach Platz vier in
der abgelaufenen Saison kann nur das Ziel sein, in den Top 3 mitzumischen“, sagte Vorsitzender
Dr. Michael Welling zur sportlichen Zielsetzung. Zu der gehöre es auch, dass alle Nachwuchsmann-
schaften – wie bisher – weiter in der jeweils höchstmöglichen Spielklasse bleiben sollen.

 

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