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Endgültig: Wattenscheid legt keinen Einspruch ein

MSPW berichtet im kicker-Sportmagazin (29. Juni) über die Auswirkungen der Partie Wattenscheid gegen Uerdingen (0:2).

Issa Issa (rechts) traf gegen seinen Ex-Klub.

Der souveräne 2:0-(2:0) Auswärtssieg des KFC Uerdingen im Aufsteigerduell bei der SG Wattenscheid 09 am 1. Spieltag interessierte nach Abpfiff allenfalls am Rande. Gesprächsthema Nummer eins war das Unterschreiten der U 23-Regel im Aufgebot der Gäste. Der Pokalsieger von 1985 hatte nämlich mit Dominik Oehlers (18), Norman Jakubowski (20) und Meik Kuta (23) nur drei Spieler im Kader, die unter die U 23-Regelung fallen. Vorgeschrieben sind aber vier.

Dennoch sieht es so aus, als dürfte der KFC die Punkte behalten. Die Wattenscheider verzichteten endgültig auf einen Einspruch.„Ich persönlich akzeptiere die sportliche Niederlage“, so Christoph Jacob, Vorstandsvorsitzender der SGW. „Die Statuten sind außerdem eindeutig. Ein Protest würde nur bewirken, dass Uerdingen die Punkte abgezogen bekommen könnte. Wir hätten wahrscheinlich am ‚grünen Tisch’ keine Chance auf die drei Zähler. Das ist nicht in unserem Sinn.“

Kurios: Die Uerdinger hatten ihr Problem schon zwei Tage vor der Auftaktpartie in der Wattenscheider Lohrheide bemerkt. Die U 19-Spieler befanden sich aber allesamt noch im Urlaub und waren nicht erreichbar. „Wir haben dann versucht, A-Jugend-Torhüter Ahmet Özün noch kurzfristig auf die Spielberechtigungsliste zu bekommen. Das war aber nicht möglich“, so der Sportliche Leiter Ersan Tekan.

Bei der Eingabe des Kaders in das Internetsystem des DFB kurz vor Anpfiff der Partie an der Lohrheide gab es die vom KFC-Seite erwartete Fehlermeldung – „Mindestanzahl U 23 unterschritten“ war dort in fetten Buchstaben zu lesen. Das bleibt nun wohl dennoch ohne gravierende Folgen.

Sportlich war das Duell vor 2.589 Zuschauern in Wattenscheid eine recht einseitige Angelegenheit. Der KFC bestimmte das Geschehen und kam zu einem nie gefährdeten Sieg. Emrah Uzun (15.) per Kopf und der ehemalige Wattenscheider Issa Issa (41.) mit einem verwandelten Foulelfmeter brachten die Krefelder auf die Siegerstraße. Daran änderte auch der Platzverweis gegen Andreas Korte (56.) wegen wiederholten Foulspiels nichts.

„Wir haben Lehrgeld bezahlt“, resümierte Wattenscheid-Trainer André Pawlak. „Vor allem die Chancenverwertung in Überzahl war mangelhaft. Wir wissen nun, was uns in der Regionalliga erwartet.“

KFC-Trainer Eric van der Luer war mit dem Auftritt seiner Mannschaft dagegen zufrieden. „Wir haben die Partie über weite Strecken dominiert“, lautete das Fazit des Niederländers. „Defensiv besteht aber noch Luft nach oben. Wir müssen stabiler werden.“

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