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Galopp: 155. Stutenderby in Düsseldorf

Auf dem Grafenberg geht es heute um 400.000 Euro.

Eine Woche nach dem Treffer des Hengstes Novellist in Ascot und dem glanzvollen
Dallmayr-Preis in München steht heute der nächste Hochkaräter in Düsseldorf
an: Der 155. Henkel – Preis der Diana – Deutsches Stuten-Derby ist das zweitwert-
vollste Rennen hierzulande. Nur im Derby winkt ein noch höheres Preisgeld als die
400.000 Euro in der über 2.200 Meter führenden Gruppe I-Prüfung.

Es ist eines von fünf klassischen Rennen im Turf-Kalender, das heißt, alle Teilneh-
merinnen werden dasselbe Gewicht tragen, gleiche Voraussetzungen für alle. Vor
zwei Jahren gab es mit Dancing Rain den letzten Erfolg eines Gastes aus England,
diesmal ist vor allem Secret Gesture (J. Spencer) ein harter Prüfstein für unsere
Ladies. Ihr Trainer Ralph Beckett gewann hier 2012 mit Electrelane die 1.000
Guineas. Seine neue Hoffnung war Zweite in den Epsom Oaks und wurde zur Hälfte
an Katar-Scheich Fahad Al Thani (Qatar Racing Ltd.) verkauft, die andere Hälfte
gehört der deutschen Unternehmer-Familie Jacobs (Newsells Park Stud). Allerdings
lief ihre Oaks-Bezwingerin Talent anschließend in Irland schwächer.

Das könnte die Chance für unsere Hoffnungen sein. Vor allem ist an Daytona Bay
(Foto/mit dem gerade zum 1.000 Mal erfolgreichen Lennart Hammer-Hansen) zu
denken, die die Farben des Gestüts Haus Ittlingen trägt und von Ferdinand Leve,
im Hauptberuf Architekt, in Warendorf vorbereitet wird. Er legt mit bereits 14 Erfolgen,
darunter mehrere in Top-Rennen, eine grandiose Saison hin. Es wäre schon ein tolles
Kunststück, wenn er als Besitzertrainer diesen Klassiker gewinnen würde. Überraschen
würde das nicht, denn Daytona Bay imponierte gerade im Almased-Cup, einer
Gruppe III-Prüfung in Hamburg, gegen mehrere der Diana-Konkurrentinnen.

Penelopa (E. Pedroza) aus dem Stall des in Köln tätigen Bulgaren Miltcho Mintchev,
wirkt sehr gefährlich. „Sie hatte bei beiden Düsseldorfer Starts keinen guten Renn-
verlauf und kann noch deutlich besser laufen“, glaubt ihr Betreuer.

Die in deutschem Besitz stehende, aber in Frankreich trainierte Orion Love (A. Su-
borics) hat ebenso Möglichkeiten wie Quilita (A. Starke), deren Trainer Peter Schiergen
bisher alle drei Gruppe I-Rennen in 2013 in Deutschland an sich brachte und der
außerdem Next Green (D. Schiergen) aufbietet. „Die Wahl war für Andrasch Starke nicht
einfach. Quilita hat gezeigt, dass sie in diese Klasse gehört. Next Green gewann ein
leichteres Rennen. Bei ihr muss alles passen“, sagt Schiergen.

Auch die zweite Engländerin Miss You Too (M. J. Lane), Sechste in den Epsom Oaks, und
die im Hoppegartener Diana-Trial erfolgreiche Münchenerin Ars nova (A. Atzeni) sind
Größen im Feld von 18 dreijährigen Stuten (16 dürfen starten, die Programm-Nummern
17 Hey little Görl und 18 Waletta sind Ersatzpferde, können nur dabei sein, wenn andere,
nach Rating vor ihnen rangierende Stuten noch anbgemeldet werden).

Dank der großen Unterstützung des Sponsors Henkel wird der Sonntag zu einem Event
der ganz besonderen Art in Düsseldorf. Es ist der größte und attraktivste Renntag, den
Düsseldorf je gesehen hat, so der Veranstalter. Oberbürgermeister Dirk Elbers wird zum
fünften Mal Schirmherr der Veranstaltung sein.

Foto: Marc Rühl

 

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