Startseite / Pferderennsport / „Turftimes“: Karriere von Overdose beendet

„Turftimes“: Karriere von Overdose beendet

Nach 16 Siegen bei 19 Starts kommt ungarischer Wundergalopper nicht mehr an den Start

Die schillernde Karriere eines der populärsten Galopprennpferde der jüngeren Vergangenheit ist beendet: Der ungarische Wunder-Galopper Overdose wird keine Rennen mehr bestreiten. Das berichtet der Branchendienst „Turftimes“. Die Nachricht vom Karriere-Ende von Overdose (auf dem Foto mit Andreas Suborics im Sattel bei der „Goldenen Peitsche“ in Iffezheim) verkündete sein Besitzer Zoltan Mikoczy in Budapest. Eigentlich war vorgesehen, ihn am 1. September im Budapester Kincsem Park noch einmal an den Start zu bringen, doch seine Hufprobleme, mit denen er schon seit längerer Zeit zu kämpfen hatte, verhindern einen Auftritt. Overdose soll an diesem Tag aber noch einmal dem Publikum präsentiert werden.

„Es bricht mein Herz, aber wir müssen einfach akzeptieren, dass er nicht mehr laufen kann“, sagte Mikoczy. Der acht Jahre alte Hengst soll als Deckhengst aufgestellt werden, Deutschland wird als geeigneter Standort angesehen, es soll auch interessierte Gestüte geben.

Umgerechnet 2.500 Euro hatte Mikoczy für Overdose als Jährling bei Tattersalls bezahlt, bei 19 Starts sollte er 16 Rennen gewinnen und 264.492 Euro verdient. Bei den ersten 14 Starts seiner Karriere blieb er ungeschlagen, wurde mit seinen Erfolgen in Hamburg und Baden-Baden auch zum Liebling des deutschen Publikums.

2008 passierte er in einem denkwürdigen Prix de l‘Abbaye de Longchamp (Gr. I) unter Andreas Suborics als Erster das Ziel, doch wurde das Rennen wegen eines Fehlstarts annulliert und ohne ihn neu gelaufen. Seine erste Niederlage erlitt er 2010 in der Goldenen Peitsche. Er wurde dann einige Monate in Hoppegarten trainiert, gewann dort auch noch im Frühjahr 2011. In jenem Jahr belegte er Rang vier in den King‘s Stand Stakes (Gr. I), verabschiedete sich mit einem Sieg im Premio Umbria (Gr. III) von der Rennbahn. Diverse Comeback-Versuche konnten mit dem von Sandor Ribarszki und Josef Roszival trainierten Overdose nicht mehr realisiert werden.

Das könnte Sie interessieren:

Galopp: Guido Schmitt löst Versprechen für Filip Minarik ein

Düsseldorfer Besitzer spendet 10.000 Euro für den im Juli gestürzten Jockey.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.