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Holzhäuser: „Meine Sekretärin hat mir das Leben gerettet“

Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser bei Sky90.
Bei Sky90 debattierten unter anderem Sky-Experte Lothar Matthäus und Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser über das Geschehen am 4.Spieltag der Fußball-Bundesliga.

Wolfgang Holzhäuser…

…über seinen Abschied aus Leverkusen: „Ich versuche im Moment etwas Abstand zu gewinnen von dem, was Mannschaft heißt, was Sport heißt, was das alles betrifft. Es fällt mir etwas schwer, mir vorzustellen, eines Tages nicht mehr bei der Mannschaft zu sein, nicht in den Katakomben rumzulaufen und nicht mit den Spielern zu sprechen, nicht mit dem Trainer zu sprechen. Nur im Vip-Raum rumzulaufen ist nicht meine Welt. Ich höre nur operativ auf und wechsle in den Aufsichtsrat. Die operative Tätigkeit zehrt an einem. Ich habe festgestellt, dass mir dieses Fertigwerden mit dem Druck immer schwerer gefallen ist. Die letzten zwei, drei Jahre nach dem Spiel nicht schlafen zu können – da denkt man dann morgens schon nach: Ist das alles noch richtig? Da muss man sich darüber im Klaren sein, dass der Zeitpunkt kommt, an dem man an sich selbst denken sollte. Deswegen habe ich vor zwei Jahren gesagt: Ich brauche den richtigen Zeitpunkt. Mit Platz drei in der alten Spielzeit meine ich, dass das der richtige Zeitpunkt war. Platz drei war für mich wie eine deutsche Meisterschaft. Insofern fällt es schon schwer, den Schlussstrich zu ziehen, nachdem wir so erfolgreich gespielt haben.“

…über seine Darmkrebs-Erkrankung: „Unser Internist hat mir im Laufe der Jahre immer erzählt, man möchte sich untersuchen lassen. Meine Assistentin hat mir dann, ohne mich zu fragen, einen Termin gemacht. Ich bin dann zur Darmuntersuchung hin und lag abends auf der Intensivstation. So betrachtet hat sie mir mein Leben gerettet.“

…über die Entwicklung des Fußballs: „Ich habe ein bisschen Bedenken, dass der Fußball mit seiner Kommerzialisierung inzwischen etwas ausufert, dass Interessensgemeinschaften rund um den Fußball versuchen, den Fußball in den Griff zu bekommen. Ich meine damit konkret Beratungs- und Investmentagenturen. Ich hoffe sehr, dass die Verbände, die Fifa und Uefa, aber auch der DFB, das in die Hand nehmen, ehe sie eines Tages überhaupt nicht mehr die Möglichkeit haben, das in die Hand zu kriegen.“

…über Dortmund-Star Henrikh Mkhitaryan: „Er ist uns angeboten worden, aber die aufgerufenen Summen waren utopisch für uns. Andere Vereine können es sich leisten, wir nicht.“

Sky Experte Lothar Matthäus…

…über Tabellenführer Borussia Dortmund: „Die Tabelle hat schon eine gewisse Aussagekraft, denn Dortmund hat im Vorjahr in der Bundesliga von Anfang an einige Punkte liegen lassen. Daraus haben sie gelernt. Sie wollen den Bayern nicht wieder hinterherlaufen. Aber Bayern wird sie jagen.“

…über den Supercup-Sieg des FC Bayern und Trainer Pep Guardiola: „Psychologisch ein sehr wichtiger Erfolg für alle Beteiligten: den Trainer, die Mannschaft, den Verein. Eine zweite Niederlage nach dem Supercup gegen Borussia Dortmund – dann hätte es gekriselt, wir kennen den Medienwald. Die Revanche gegen Chelsea war für den FC Bayern eine Genugtuung, vor allem mit dem gleichen Verlauf wie im Champions-League-Finale vor eineinhalb Jahren.“

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