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Finale der Champions League 2013

Galopp: Preis von Europa das letzte deutsche Gruppe I-Rennen des Jahres

Seismos mit Jockey Andrea Atzeni

Die Champions League des Galopprennsports macht am Sonntag zum letzten Mal in
dieser Saison „Station“ auf einer deutschen Galopprennbahn: Der 51. Preis von Europa
(Gruppe I, 155.000 Euro, 2.400 m) ist das finale Gruppe I-Rennen in 2013 hierzulande.
Und gleichzeitig bildet es den absoluten Höhepunkt des Turf-Jahres in der Domstadt.

Vor einem Jahr stellte der damalige Sieger Girolamo mit 2:26,37 Minuten einen neuen
Bahnrekord auf – und auch diesmal geben sich ganz besonders schnelle Vollblüter hier
die Ehre. 

Andrasch Starke, vor zwölf Monaten der Jockey von Girolamo, steuert für Trainer Peter
Schiergen mit Empoli einen Dreijährigen, der ebenfalls die Farben der ostwestfälischen
Zuchtstätte trägt. Nach einer unglücklichen Vorstellung im Derby hielt sich der Hengst
anschließend als Zweiter im Großen Preis von Bayern und Vierter im Longines – Großer
Preis von Baden gut genug. „Er hat am Dienstag auf weicher Bahn sehr gut gearbeitet.
Zumindest eine Platzierung sollte möglich sein. Er dürfte wieder gut laufen, aber das
Rennen ist schon sehr stark besetzt. Girolamo ist zur Zeit nicht ganz fit, kann daher nicht
antreten, ich denke, dass Empoli vielleicht auch noch einen Tick besser ist als er“, glaubt
Trainer Peter Schiergen.

Bestens gerüstet ist auch der Erfolgstrainer Andreas Wöhler. Bevor er in zwei Wochen den
Super- Hengst Novellist im Prix de l‘ Arc de Triomphe als Mitfavorit aufbietet, hat er ein Trio
im Rennen. Die Nummer eins scheint der Karlshofer Seismos (Andrea Atzeni), der sich mit
dem Großen Preis von Bayern schon ein Gruppe I-Rennen sicherte und  anschließend im
Badener Grand Prix nicht weit hinter Novellist einkam. 

Aber Wöhler hat außerdem mit dem wiedererstarkten Ex-Derby-Zweiten Earl of Tinsdal
(Eduardo Pedroza) und dem zuletzt in Baden-Baden sehr imponierenden Dreijährigen
See The Rock (Jozef Bojko) zwei weitere Eisen im Feuer.

Eine Aufsteigerin der vergangenen Wochen ist die Görlsdorferin Berlin Berlin (Andreas
Helfenbein), die den Idee-Hansa-Preis in Hamburg sensationell gewann. Ihr Coach Markus
Klug aus dem Kölner Traditionsgestüt Röttgen war vor einigen Jahren noch Besitzertrainer,
ist inzwischen zu einer führenden Adresse geworden. 

Im Siebenerfeld sind auch zwei Gäste aus Tschechien: Meandre (Adrie de Vries) wurde
nachgenannt, er ist bei uns bereits Gruppe I-Gewinner und hat schon über 1,1 Millionen
Euro verdient. Besitzer ist der Tschetschenen-Präsident Ramzan Kadyrov. Der ebenfalls
aus Tschechien anreisende Don Halling (Umberto Rispoli) gilt wie der deutsche Dreijährige
Vif Monsieur  (Koen Clijmans) nur als Außenseiter in diesem Rennen. 

Die Ehrenpreise für das Siegerteam überreicht Jonas Reckermann, der vielfache deutsche
Meister. Europa-Meister und Olympia-Sieger 2012 im Beachvolleyball. Mit Moderatorin
Aleksandra Bechtel, ihrem Kölner Kollegen „Linus“ sowie Werner Spinner (Präsident) und
Alexander Wehrle (Geschäftsführer) vom 1.FC Köln hat sich viel Prominenz für diesen
besonderen Nachmittag auf der Rennbahn angekündigt.

Interessant: Bereits ab 11 Uhr werden zahlreiche Top-Pferde bei der Veranstaltung „Schaufenster
‚Vollblut“ im Führring der Rennbahn vorgestellt. Darunter auch der aktuelle Derbysieger Lucky
Speed, der nach Angaben von Trainer Peter Schiergen 2013 wegen eines Infekts voraussichtlich
keine Rennen mehr bestreiten wird.

 

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