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RWE-Platzek: Die Ruhe bewahren

Nach dem 1:1 gegen Lippstadt ist das Saisonziel weit entfernt.

Nach dem 1:1 zwischen Rot-Weiss Essen und Aufsteiger SV Lippstadt 08 gab es auf beiden Seiten nur enttäuschte Gesichter. Selbst RWE-Angreifer Marcel Platzek (Foto), der mit seinem vierten Saisontor auch nicht für den lang ersehnten zweiten Heimsieg sorgen konnte, rang nach Worten. „Ich traue mich schon gar nicht mehr, auf die Tabelle zu schauen“, betont der Aktivposten der letzten Wochen, der sich eigentlich auf einen Kampf um die Meisterschaft eingestellt hatte. Statt um die ersten drei Plätze mitzuspielen, reicht es jedoch allenfalls zum Mittelmaß. Die nur noch knapp über 7.000 Zuschauer an der Hafenstraße quittierten den einmal mehr enttäuschenden Heimauftritt mit einem gellenden Pfeifkonzert.

„Wir schaffen es nicht, unsere Anhänger zu begeistern“, stellte auch RWE-Präsident Dr. Michael Welling ernüchtert fest und zeigte auch Verständnis für die Reaktion der Fans. „Die Mannschaft ist aktuell nicht in der Lage, ihre Qualitäten abzurufen. Bei der Aufarbeitung der Partie kündigte Trainer Waldemar Wrobel derweil bereits personelle Konsequenzen an: „Das war eindeutig zu wenig. Von Spieler eins bis elf.“ Obwohl ihnen der frühe Führungstreffer eigentlich in die Karten gespielt hatte, brachen die Essener vor allem im zweiten Durchgang ein und hatten nach dem Ausgleich durch Ardian Jevric sogar noch Glück, dass es wenigstens zu einem Punktgewinn reichte.

„Was wir in der zweiten Halbzeit angeboten haben, war desolat. Unser Laufverhalten war nicht regionalliga-tauglich und wir haben regelrecht um ein Gegentor gebettelt“, nahm Wrobel kein Blatt vor den Mund. Seine Mannschaft konnte den jüngsten Aufwärtstrend (1:0 beim SC Verl, 3:0 im Niederrheinpokal gegen den FC Kray) nicht fortsetzen und verliert angesichts von zwölf Punkten Rückstand zur Spitze die Saisonziele immer weiter aus den Augen. Platzek: „Wir müssen jetzt trotzdem Ruhe bewahren und uns am Freitag bei der Reserve des 1. FC Köln die Punkte holen. Nur gemeinsam kommen wir aus dieser Situation wieder heraus.“

Großer Jubel kam aber auch im Lager der Lippstädter trotz des Punktgewinns bei der Premiere an der Hafenstraße nicht auf. „Wir waren die klar bessere Mannschaft und haben erneut gezeigt, dass wir in dieser Liga mithalten können. Besonders in der zweiten Halbzeit konnten wir körperlich noch zulegen. So war für uns viel mehr als ein Remis drin“, sagt SVL-Trainer Daniel Farke, dessen Mannschaft den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz verpasste.

 

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