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RWE: „Grünes Licht“ für Platzek und Grund

MSPW berichtet im kicker-Sportmagazin (10. Februar).

Rot-Weiss Essens Trainer Waldemar Wrobel war am Wochenende auf Beobachtungstour: Am Samstag in Siegen (2:1 gegen die U 23 des VfL Bochum), um die Sportfreunde im Hinblick auf das Nachholspiel am Dienstag unter die Lupe zu nehmen. Am Sonntag bei der U 19 (1:2 gegen Schalke 04), um beim eigenen Nachwuchs nach möglichen personellen Alternativen Ausschau zu halten.

Dabei hatte der 44-jährige Fußball-Lehrer allerdings auch ausreichend Gelegenheit, um über die Konsequenzen aus dem RWE-Fehlstart im neuen Jahr (nur ein Punkt aus den ersten drei Partien) nachzudenken. Trotz aller Personalprobleme mit insgesamt zehn Ausfällen und auch trotz einiger umstrittener Schiedsrichter-Entscheidungen zu Ungunsten der Essener: Der blutleere Auftritt in der ersten Halbzeit beim 1:2 (0:1) in Leverkusen wirft Fragen auf und ließ einen tief enttäuschten Trainer zurück. „Das war unterirdisch und ist in dieser Form nicht zu akzeptieren“, sagt Wrobel im kicker-Gespräch unverblümt. „Es waren immer noch genügend Spieler auf dem Platz, die über die notwendige Erfahrung verfügen, die den Anspruch formulieren, höherklassig spielen zu können, und die Führungsrollen übernehmen wollen. Davon habe ich aber bis zur Halbzeit nichts gesehen.“

Zwar verzichtete der RWE-Trainer ausdrücklich darauf, einzelne Spieler anzugreifen („Keiner spielt absichtlich schlecht“), und fürchtet auch nicht, ernsthaft in Abstiegsgefahr zu geraten („Klares Nein“). Wrobel ließ aber durchblicken, die Defizite in Punkto Robustheit, Aggressivität, psychische Stabilität in Drucksituationen oder taktisches Verhalten künftig noch deutlicher ansprechen zu wollen: „Vielleicht müssen wir dem einen oder anderen die Konsequenzen aus solchen Leistungen noch stärker vor Augen führen. Jeder hat die Chance, sich zu zeigen oder eben nicht zu zeigen.“

Das stellt auch der neue Sportvorstand Uwe Harttgen klar, der bereits wenige Tage nach seinem Amtsantritt als „Krisenmanager“ gefordert ist. „Ich werde in den nächsten Wochen und Monaten ganz genau hinschauen und dann bewerten, wer unseren Weg auch in Zukunft mitgehen kann und bei wem die Qualität nicht ausreicht“, betont Harttgen. Spätestens jetzt hat damit für alle RWE-Spieler die Bewerbungsphase für die nächste Saison begonnen.

Kurzschlussreaktionen, wie von einigen Fans gefordert, wird es mit Harttgen jedoch definitiv nicht geben. „Ich kann den Unmut verstehen, lasse mich aber ganz bestimmt nicht von Emotionen leiten und bin weit davon entfernt, nach zwei Partien Konsequenzen zu ziehen. Es geht vielmehr darum, gemeinsam alles dafür zu tun, um es am Dienstag in Siegen wieder besser zu machen und möglichst ein erfolgreiches Spiel abzuliefern“, so der Ex-Profi.

Personell ist immerhin ein wenig Besserung in Sicht: Benjamin Wingerter ist nach seiner Gelbsperre in Siegen wieder dabei, dafür fällt Benedikt Koep (Gelb-Rot) aus. Torjäger Marcel Platzek (nach Faserriss in der Bauchmuskulatur) und Kevin Grund (nach Rippenprellung) nahmen am Montag ohne Beschwerden am Abschlusstraining teil und dürften in Siegen zur Startformation gehören.

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