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Essen gegen Oberhausen: Derby der Gegensätze

MSPW-Vorschau im kicker-Sportmagazin (27. Februar)

Das Derby zwischen den Revier-Traditionsvereinen Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen wird am Samstag ab 14 Uhr zum Duell der Gegensätze. Hier die mit hohen Ambitionen („Top drei“) in die Saison gestarteten Essener, die sich nach nur vier Punkten aus den ersten sechs Partien des neuen Jahres endgültig in den Niederungen des grauen Mittelmaßes wiederfinden. Dort die eher zurückhaltenden Oberhausener, die gerne ihr „Underdog-Image“ pflegen, nach der Winterpause aber noch ohne Punktverlust sind und leise den Angriff auf die Spitzengruppe der Liga gestartet haben.

Die aktuellen Kräfteverhältnisse werden auch beim Blick auf das anstehende Lizenzierungsverfahren beim DFB für die 3. Liga deutlich. Während die Beantragung der Drittliga-Zulassung an der Hafenstraße längst kein Thema mehr ist (RWE-Vorsitzender Dr. Michael Welling: „Wir leiden nicht unter Realitätsverlust.“), halten sich die Oberhausener bis zum Fristablauf am kommenden Montag (3. März) sämtliche Optionen offen. „Wir wollen den Samstag abwarten, bevor wir uns entscheiden“, sagte RWO-Präsident Hajo Sommers dem kicker. Schließlich treffen parallel zum Derby in Essen auch Spitzenreiter Fortuna Köln und der Tabellendritte FC Schalke 04 II im direkten Duell aufeinander.

Oberhausens Trainer Peter Kunkel, der nach wie vor in seiner Heimatstadt Essen wohnt und früher unter Uwe Neuhaus auch als Co-Trainer bei RWE gearbeitet hatte (unter anderem Zweitliga-Aufstieg 2006), hofft darauf, dass die unfreiwillige Zwangspause am vergangenen Wochenende wegen des Schadens an einem Flutlichtmasten seine Mannschaft nicht aus dem Tritt gebracht hat. „Jeder bei uns ist heiß auf das Derby. Wir werden mit einem Kribbeln im Bauch an der Hafenstraße antreten“, so Kunkel, der langfristig ohne seinen Abwehr-Chef Jörn Nowak (Kreuzbandriss und Meniskusschaden) planen muss. „Jörn ist für uns nicht gleichwertig zu ersetzen. Doch wir werden eine Lösung finden“, sagt der RWO-Trainer.

Waldemar Wrobel, sein Essener Kollege, steht wegen der unbefriedigenden Saison bei vielen Fans im Kreuzfeuer der Kritik, gibt sich aber kämpferisch. „Die aktuelle Situation ist für uns alle ernüchternd, denn wir hatten ganz andere Vorstellungen. Ich bin aber hoch motiviert und engagiert wie immer, damit wir möglichst schnell die Kurve bekommen. Und das erwarte ich von meinen Spielern auch“, betont der Fußball-Lehrer, der nach dem jüngsten 0:3 in Aachen von einigen sehr enttäuscht war. „Gegen RWO erwarte ich eine Reaktion.“

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