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RWE gegen RWO: Keine Tore – aber alle zufrieden

MSPW berichtet im kicker-Sportmagazin (3. März).

Mit dem torlosen Unentschieden im Revierderby zwischen Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen konnten beide Traditionsklubs recht gut leben. So zeigten sich die Essener vor 10.007 Zuschauern an der Hafenstraße in Sachen Lauf- und Kampfbereitschaft gegenüber der 0:3-Pleite bei Alemannia Aachen stark verbessert. „Wir haben unter der Woche an den richtigen Stellschrauben gedreht und eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt. Das Chancenplus lag auf unserer Seite. Es fehlte nur ein Treffer, um als verdienter Sieger vom Platz zu gehen“, fasste RWE-Trainer Waldemar Wrobel zusammen.

Vor allem im ersten Durchgang hatten die Essener Fans gleich mehrfach den Torschrei auf den Lippen. Doch der emsige und sonst so treffsichere RWE-Angreifer Marcel Platzek (schon zwölf Saiontore) hatte gegen die „Kleeblätter“ nicht das nötige Glück, vergab mehrmals in aussichtsreicher Position.

Trotz des engagierten Auftritts gegen RWO ist der aktuelle zehnte Tabellenplatz nach wie vor alles andere als befriedigend für die ambitionierten Essener. „Wir sind nicht da, wo wir hin wollten. Und wenn die Leistungen nicht stimmen, dann darf man sich auch nicht wundern, wenn die Fans ihren Unmut äußern“, war der zuletzt in die Kritik geratene Wrobel froh, dass Schmährufe der eigenen Anhänger diesmal ausgeblieben waren. Der 44-Jährige zeigte sich zuversichtlich, dass die Abwärtsspirale (nur ein Sieg 2014) gestoppt werden konnte: „Es wird sich in nächster Zeit einiges zum Positiven ändern.“

Auch Gästetrainer Peter Kunkel, der nach den Ausfällen von Jörn Nowak (Kreuzbandriss), Felix Haas (Muskelfaserriss) und Tobias Hötte (fiebrige Erkältung) mit einer komplett neuen Abwehrreihe an der Hafenstraße antreten musste, konnte sich mit dem Ergebnis anfreunden. „Wir sind seit vier Spielen unbesiegt und haben auch in Essen die Null gehalten“, sagte der 58-Jährige und lobte besonders den erst 21-jährigen Kevin Krystofiak, der bei seinem Saison-Debüt neben Routinier Benjamin Weigelt in der Innenverteidigung überzeugte. „Beide haben diese Position noch nie gespielt und ihre Sache gut gemacht.“

Allerdings war auch für die „Kleeblätter“ noch mehr drin. Nach einem vermeintlichen Handspiel im Essener Strafraum durch Benjamin Wingerter blieb der Pfiff des sonst sehr souveränen Schiedsrichters Florian Steuer (Menden) aus. In der gleichen Aktion hämmerte RWO-Angreifer Pascale Talarski den Ball an die Latte.

Auf einen Lizenzantrag für die 3. Liga (heute ist Abgabeschluss) wird nach den Essenern auch Oberhausen in diesem Jahr verzichten. „Unser Ziel ist es, zwischen Platz drei und fünf zu landen“, gab Trainer Kunkel zu Protokoll. Auch Vorstandsmitglied Thorsten Binder sieht keinen Grund zum Handeln: „Ein Blick auf die Tabelle genügt, um davon Abstand zu nehmen.“ Der Rückstand auf Spitzenreiter Fortuna Köln ist schließlich wieder auf 15 Punkte angewachsen.

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