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RWE: Marc Fascher erhält Vertrag bis 2015

Nachfolge von Waldemar Wrobel beim Traditionsverein ist geklärt.

Nun ist es offiziell: West-Regionalligist Rot-Weiss Essen hat Marc Fascher (45) als neuen Trainer und damit als Nachfolger des beurlaubten Waldemar Wrobel (44) verpflichtet. Bereits am Dienstag leitete der gebürtige Hamburger, der einen Vertrag bis 2015 erhält, erstmals das Training. Zuvor war er im Rahmen einer Pressekonferenz an der Hafenstraße vorgestellt worden.

Fascher, der in dieser Saison bereits häufig als „Spion“ an der Hafenstraße gesichtet wurde, führte Kickers Emden einst zum Aufstieg in die damals noch drittklassige Regionalliga Nord und den SC Preußen Münster 2011 in die 3. Liga. Zuletzt war Fascher bis zum Ende der vergangenen Saison beim FC Hansa Rostock in der 3. Liga tätig.

Fascher, Jahrgang 1968, hat bereits über 20 Jahre Erfahrung als Fußballlehrer. Eine Verletzung zwang den damals 25-Jährigen zum frühen Karriere-Ende. Damals entschied sich der gebürtige Hamburger schnell für einen Wechsel an die Seitenlinie und betreute fortan die U 19 des Hamburger SV. Nach den teils sehr erfolgreichen Stationen Kickers Emden, Sportfreunde Siegen und FC Carl Zeiss Jena verpflichtete Preußen Münster den Norddeutschen im März 2010 als Cheftrainer. Dort schaffte es Fascher, seine Elf nach dem Aufstieg in der höheren Spielklasse zu etablieren.

„Er kennt das Leistungsniveau der Liga, er kennt die Mannschaften und Spieler. Wir hoffen, dass er für die nächsten Aufgaben Impulse setzen und gleichzeitig gemeinsam
mit uns die Planung für die neue Saison vorantreiben kann“, so RWE-Sportvorstand Harttgen.

Wichtige Erfahrung sammelte Fascher jedoch nicht nur als Verantwortlicher an der Seitenlinie, sondern auch im Austausch mit verschiedenen Trainerkollegen. So hospitierte er bereits bei Ralf Rangnick, Holger Stanislawski sowie Louis van Gaal.

Erst am Montag hatten die Essener Waldemar Wrobel mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Diese Entscheidung habe der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat getroffen, teilte der Traditionsverein von der Hafenstraße mit.

„Der Schritt zur Trennung von Waldemar Wrobel ist uns nicht leicht gefallen. Der Entschluss ist in einem längeren Prozess unabhängig vom 4:0 im letzten Heimspiel gegen die SSVg. Velbert gereift“, sagt RWE-Sportvorstand Dr. Uwe Harttgen.

Wrobel war seit dem 1. Juli 2007 zunächst als Reha- und Konditionstrainer, später als U 23-Trainer für die Essener tätig. Nach dem Insolvenzantrag im Sommer 2010 übernahm er die erste Mannschaft in der NRW-Liga und machte bereits am 28. Spieltag die Rückkehr in die Regionalliga West perfekt. Zweimal führte er die Rot-Weissen zum Triumph im Niederrheinpokal und damit in die DFB-Pokal-Hauptrunde. Nach einem achten und einem vierten Tabellenplatz in den zurückliegenden beiden Regionalliga-Spielzeiten hatten die Rot-Weissen in dieser Saison einen Platz unter den ersten drei Mannschaften angestrebt. Aktuell rangiert RWE auf Rang zehn, elf Punkte hinter dem Tabellendritten Sportfreunde Siegen.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Welling sagt: „Waldemar Wrobel ist der dienstälteste Trainer in der neueren Geschichte von Rot-Weiss Essen und hat den Verein in einer besonderen Phase mitgeprägt.“

Waldemar Wrobel selbst wollte sich gegenüber MSPW nicht zu seiner Beurlaubung äußern. „Es ist alles noch zu frisch, ich muss das erst einmal verarbeiten“, so Wrobel, der sich im vergangenen Sommer für zwei Jahre von seinem Job als Ausbilder von Sondereinsatzkommandos bei der Polizei hatte beurlauben lassen. Bei RWE steht er noch bis zum 30. Juni 2015 unter Vertrag.

Das Trainerteam mit den bisherigen Wrobel-Assistenten Robin Krüger und Michael Dier sowie Torwarttrainer Gregor Pogorzelczyk wird auch unter dem neuen Trainer weitermachen. Auch der Sportliche Leiter Damian Jamro bleibt im Amt.

 

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