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RWE: Fascher schaut genau hin und übt Kritik

MSPW berichtet im kicker-Sportmagazin (24. März).

 

 

Als Musikmanager und Geschäftsführer des legendären Hamburger „Star-Club“ holte Horst Fascher einst die Beatles nach Deutschland und war so nicht unerheblich am Weltruhm der Pilzköpfe beteiligt. Sein Neffe Marc Fascher, seit knapp einer Woche Trainer bei Rot-Weiss Essen, hoffte zum Punktspiel-Debüt vergeblich auf eine gelungene Premiere. Vielmehr gab es beim 0:1 im Derby bei der abstiegsbedrohten SG Wattenscheid 09 einige Misstöne.

„Es war so ein gebrauchter Tag, an dem wir wohl noch Stunden hätten spielen können, ohne ein Tor zu erzielen“, brachte es Fascher auf den Punkt. RWE war zwar überlegen, aber nur selten zwingend. In der Offensive fehlte die Durchschlagskraft, weil auch Torjäger Marcel Platzek (zwölf Saisontreffer) seit einigen Wochen seiner Form hinterherläuft und seit 496 Minuten auf ein Tor wartet. So reichte den Gastgebern ein scharf geschossener Freistoß von Kevin Brümmer, der genau neben dem Innenpfosten zum Siegtreffer einschlug, eine stabile Defensivleistung um die kopfball- und zweikampfstarken Innenverteidiger Alexander Thamm und Jens Grembowietz sowie ein gut aufgelegter Schlussmann Lukas Fronczyk, um die im Abschluss harmlosen Essener in Schach zu halten.

Zwar stellte der neue RWE-Trainer Fascher ausdrücklich die positiven Aspekte seines Einstands heraus („Wir waren dominant, haben hohen Aufwand betrieben und den Gegner unter Druck gesetzt.“), sprach aber ebenso deutlich die Defizite an. Vor allem Kapitän Markus Heppke („Dem 0:1 ging ein naives Foul voraus“) und Schlussmann Daniel Schwabke („In der Torwartecke darf der Ball nicht reingehen“) durften sich angesprochen fühlen. Klar ist: Fascher und Sportvorstand Dr. Uwe Harttgen werden in den nächsten Wochen ganz genau hinschauen, wer RWE in Zukunft noch weiterhelfen kann – und wer nicht.

Faschers Wattenscheider Kollege André Pawlak strahlte dagegen nach dem dritten Heimsieg in Folge: „Der Führungstreffer hat uns in die Karten gespielt. Die Mannschaft ist so aufgetreten, wie es im Abstiegskampf notwendig ist.“

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