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RL West: Traditionsduell zwischen Fortuna und RWE

Kölns Trainer Koschinat muss Kessel und Streit ersetzen.

Ausgeruhter als die Konkurrenz nimmt die U 23 von Bayer 04 Leverkusen den 30. Spieltag in der Regionalliga West in Angriff und möchte einen möglichen Frische-Vorteil ausnutzen. Die „Werkself“ war zuletzt spielfrei und daher als einzige Mannschaft während der „englischen Woche“ am Dienstag und Mittwoch nicht im Einsatz. Im zweiten von drei Heimspielen in Folge soll nun am Freitag (ab 19.30 Uhr) gegen die Reserve von Fortuna Düsseldorf die Serie von fünf Partien in Folge ohne Niederlage möglichst weiter ausgebaut und der Vorsprung vor der Abstiegszone vergrößert werden.

„Die Mannschaft setzt alles daran, den sportlichen Klassenverbleib zu schaffen“, sagt Bayer-Teammanager Dirk Dreher gegenüber MSPW. Personell hat Leverkusens Trainer Jürgen Luginger gegen die NRW-Landeshauptstädter die Qual der Wahl.

Für die von der Spitzengruppe ins Tabellenmittelfeld zurückgefallenen Düsseldorfer geht es darum, sich nach dem ersten Restrundensieg (1:0 beim SC Wiedenbrück 2000) weiter zu stabilisieren. „In Leverkusen müssen wir besonders auf Aziz Bouhaddouz aufpassen. Er verfügt als Regionalliga-Stürmer über außergewöhnlichen Fähigkeiten“, warnt Fortuna-Trainer Taskin Aksoy im Gespräch mit DFB.de. Neben den zu den Profis aufgerückten Tugrul Erat und Eren Taskin fehlen weiterhin die verletzten Offensivkräfte Ihlas Bebou und Mergim Fejzullahu.

Michael Boris mit Sportfreunden Lotte beim Ex-Klub

Ein Auswärtsspiel der besonderen Art hält der 30. Spieltag für Trainer Michael Boris von den Sportfreunden Lotte bereit. Mit dem Tabellenzweiten tritt der in Gelsenkirchen lebende 38-Jährige am Samstag (ab 14 Uhr) bei der U 23 des FC Schalke 04 und damit bei seinem ehemaligen Verein an. Von Januar 2010 bis Juli 2011 arbeitete der angehende Fußball-Lehrer erfolgreich als Trainer bei der Schalker Reserve.

Nach sieben Partien ohne Niederlage (vier Siege, drei Unentschieden) zählt für die Sportfreunde auch gegen den Tabellenfünften nur ein Dreier, um die Chancen auf die Meisterschaft zu wahren. „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit einigen alten Bekannten. Die überzeugende Leistung beim 4:0 gegen die SG Wattenscheid 09 am Mittwoch war für uns sehr wichtig. Nun haben wir drei sehr schwere Spiele vor der Brust. Nach dem Spiel gegen den Spitzenreiter Fortuna Köln am 5. April werden wir wissen, wohin die Reise geht“, so Michael Boris zu MSPW.

Der Sportfreunde-Trainer kann mit Dominik Ernst, Julian Loose, Tim Wendel und dem erst in der Winterpause verpflichteten Philip Türpitz gleich vier ehemalige Schalker aufbieten. Im Hinspiel kamen die von Bernhard Trares trainierten „Königsblauen“, die aus ihren zurückliegenden vier Begegnungen drei Siege einfuhren, in Lotte zu einem torlosen Remis. Beim jüngsten 2:0 im Derby bei Rot-Weiss Essen präsentierten sich die „Knappen“ unter der Woche in sehr guter Verfassung.

Im vierten Anlauf streben die Sportfreunde Siegen gleichzeitig beim Aufsteiger KFC Uerdingen 05 den ersten Auswärtssieg in der Restrunde an. Bisher stehen in der Fremde drei Unentschieden in der Bilanz der sechsplatzierten Siegerländer, die am Dienstag gegen Rot-Weiß Oberhausen (1:2) die erste Niederlage unter der Regie ihres neuen Trainers Matthias Hagner kassiert hatten. „Nun wollen wir sofort eine neue Serie starten“, gab sich Hagner nach dem Oberhausen-Spiel kämpferisch.

Die stark abstiegsbedrohten Krefelder treten mit den ehemaligen Siegenern Emrah Uzun, Waldemar Schattner und Issa Issa gegen die Sportfreunde an und versuchen, die vierte Niederlage hintereinander zu verhindern.

„Serientäter“ im Duell: RWO trifft auf Viktoria Köln

Mit dem Tabellendritten Rot-Weiß Oberhausen und dem viertplatzierten FC Viktoria Köln stehen sich am Samstag (ab 14 Uhr) im Verfolgerduell zwei „Serientäter“ gegenüber. Beide Mannschaften sind seit neun Partien unbesiegt. Dabei stellen die Gastgeber mit 23 von 27 möglichen Punkten die erfolgreichste Mannschaft der Rückrunde. Die Kölner holten im gleichen Zeitraum „nur“ 17 Zähler. Trotzdem hat die Mannschaft von Viktoria-Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz im direkten Duell die Chance, RWO mit einem Sieg von Platz drei zu verdrängen. Schließlich beträgt der Abstand zwischen beiden Klubs nur einen Punkt.

Nach wie vor angespannt ist bei den Oberhausenern die personelle Sitaution. Nach den Abwehrspielern Tobias Hötte (Pfeiffersches Drüsenfieber), Jörn Nowak (Kreuzbandriss) und Christoph Caspari (Knöchelbruch) ist das „Lazarett“ von RWO-Trainer Peter Kunkel weiter angewachsen. Mittelfeldmann Pascale Talarski klagt über eine Wadenverletzung.

Gegen die Viktoria muss Oberhausens Defensive besonders auf Fatih Candan aufpassen. Der ehemalige RWO-Stürmer, bereits beim 3:0-Hinspielsieg der Kölner als Torschütze erfolgreich, erzielte gegen Alemannia Aachen (2:0) seine Saisontreffer zehn und elf.

Der Traditionsverein Alemannia Aachen möchte gleichzeitig mit einem Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten SC Wiedenbrück 2000 die 40 Punkte-Marke erreichen und damit Planungssicherheit für eine weitere Saison in der Regionalliga schaffen. Wegen einer Adduktorenverletzung steht Alemannia-Mittelfeldspieler Dennis Dowidat, der bisher fünf Treffer auf dem Konto hat, seinem Trainer Peter Schubert weiterhin nicht zur Verfügung.

Die Ostwestfalen sind auf Revanche für die 1:2-Hinspielniederlage aus, besitzen aber nach vier Niederlagen in Serie (zuletzt 0:1 gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf am Dienstag) nur noch geringe Chancen, den Abstieg noch zu verhindern.

Verl mit Torjäger Engelmann gegen die „Geißböcke“

Der SC Verl strebt nach einer kleinen Negativserie mit nur zwei von neun möglichen Zählern aus den vergangenen drei Begegnungen am Samstag (ab 14 Uhr) vor eigenem Publikum gegen die Reserve des 1. FC Köln wieder einen dreifachen Punktgewinn an. Dafür baut SCV-Trainer Andreas Golombek auch auf Stürmer Simon Engelmann. Der neunfache Torschütze hatte während der „englischen Woche“ (1:1 beim Aufsteiger SV Lippstadt 08 am Mittwoch) einen wichtigen Prüfungstermin und gehörte deshalb nicht zum Aufgebot. Stattdessen fehlt nun Rechtsverteidiger Julian Schmidt, der zum zweiten Mal in dieser Saison eine Gelbsperre absitzen muss.

„Die Verler spielen körperbetont, sind zweikampfstark, lauffreudig und geben immer alles. Für uns ist es eine Herausforderung, uns mit diesem Senioren-Team zu messen, das uns vor allem in Sachen Erfahrung einiges voraus hat“, sagt Kölns Trainer und Ex-Nationalspieler Stephan Engels gegenüber DFB.de. Auf Seiten der „Geißböcke“ fällt der rotgesperrte Arnold Budimbu aus.

Vier Tage nach dem höchsten Saisonsieg (4:0 gegen den KFC Uerdingen 05) will die Reserve des VfL Bochum im Auswärtsspiel beim schon etwas abgeschlagenen Schlusslicht SSVg. Velbert nachlegen, um dem Klassenverbleib näher zu kommen. Bei einem weiteren Dreier würden sich die Bochumer vorerst auf einen Nichtabstiegsplatz verbessern.

„In unserer Situation zählen keine Unentschieden, sondern nur Dreier. Sowohl die Partie in Velbert als auch das kommende Derby gegen Wattenscheid sind für uns so genannte Sechs-Punkte-Spiele“, betont VfL-Trainer Thomas Reis im Gespräch mit MSPW. Bochums Jungprofi Sven Kreyer, der im Saisonendspurt wieder vermehrt die U 23 unterstützen soll, gelangen im Hinspiel (2:1) beide Treffer. Insgesamt erzielte der gebürtige Düsseldorfer 13 der insgesamt 31 VfL-Tore.

Fortuna Köln empfängt RWE zum Traditionsduell

Tabellenführer SC Fortuna Köln greift am Sonntag (ab 14 Uhr) ins Geschehen ein und empfängt Rot-Weiss Essen zu einem Duell zweier ehemaliger Bundesligisten. Gegen Essen soll die makellose Heimbilanz der Fortuna nach der Winterpause (neun Punkte aus drei Partien bei einem Torverhältnis von 9:2) ausgebaut werden.

„Ich bin froh, dass wir bei unserem 2:0-Derbysieg bei der Reserve des 1. FC Köln am Mittwoch in der Schlussphase einige Körner sparen konnten und sich dazu kein Spieler eine Sperre oder Verletzung eingehandelt hat“, sagt Fortuna-Trainer Uwe Koschinat, der Michael Kessel (Muskelfaserriss) und Ex-Profi Albert Streit (Knieprobleme) ersetzen muss.

Keine gute Stimmung herrscht dagegen nach wie vor bei den Essenern. Das 0:2 im Derby gegen die U 23 des FC Schalke 04 war die zweite Niederlage im zweiten Spiel nach dem Trainerwechsel von Wademar Wrobel zu Marc Fascher. „Wir machen eine schwierige Phase durch, schauen auch mit einem Auge nach unten“, formuliert Sportvorstand Dr. Uwe Harttgen gegenüber DFB.de, während Trainer Fascher von einem „steinigen Weg“ spricht, der noch vor den Rot-Weissen liegt. Nach abgelaufener Sperre (Gelb-Rote Karte) kehrt Mittelfeldspieler Benjamin Wingerter in das RWE-Aufgebot zurück. Das 0:4 im Hinspiel gegen die Kölner war die höchste Niederlage der Rot-Weissen in dieser Saison.

Im Rennen um den Klassenverbleib will Neuling SG Wattenscheid 09 den Aufwärtstrend vor heimischer Kulisse am Sonntag (ab 14 Uhr) gegen die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach fortsetzen. Gegen die „Fohlen“ ist für die Mannschaft von SGW-Trainer André Pawlak bereits der vierte Heimsieg in Folge möglich. „Wir können den Klassenverbleib nach wie vor aus eigener Kraft schaffen. Wir wollen gegen Gladbach erfolgreich sein und uns damit in eine gute Ausgangslage für das folgende Derby in Bochum bringen“, so Pawlak.

Verzichten müssen die Wattenscheider gegen die Borussia auf den beruflich verhinderten Leon Enzmann. Weiterhin ausfallen werden auch die verletzten Lukas Lenz, Milko Trisic und Ersatztorhüter Benjamin Carpentier. In den Kader zurückkehren wird dagegen Mittelfeldspieler Nico Buckmaier. „Ihn haben wir beim 0:4 in Lotte wegen seiner Schulterbeschwerden bewusst geschont“, erklärt 09-Trainer Pawlak.

Mönchengladbach kommt mit dem Rückenwind von vier Dreiern aus den vergangenen fünf Auftritten in das Lohrheidestadion. Beim bisher einzigen Vergleich im Hinspiel kam die Borussia von Trainer Sven Demandt im Hinspiel nicht über ein torloses Remis hinaus.

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