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RL West: Fortuna muss Meisterschaft vertagen

Die Viktoria gleicht kurz vor dem Ende per Foulelfmeter aus.

Den Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga West muss Spitzenreiter SC Fortuna Köln zumindest um eine Woche vertagen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat kam am 35. Spieltag im Kölner Derby beim FC Viktoria zu einem 1:1 (0:0) und schrammte damit hauchdünn am vorzeitigen Titelgewinn vorbei. Dazu hätte schon ein Sieg gereicht.

Vor 3454 Zuschauern im Sportpark Höhenberg führte die Fortuna nach einem Kopfball-Eigentor von Viktoria-Abwehrspieler Daniel (62.) bis in die Schlussminute 1:0, kassierte dann aber noch den Ausgleich. Nachdem dem eingewechselten Frederic Brill im eigenen Strafraum ein Handspiel unterlaufen war, bewies Viktoria-Kapitän Mike Wunderlich Nervenstärke und verwandelte den fälligen Strafstoß zum Endstand (90.). Er überwand bei seinem 15. Saisontreffer Fortuna-Ersatztorhüter Alexander Monath, der in der zweiten Hälfte für den verletzten André Poggenborg eingewechselt worden war. Poggenborg hatte bei einem Zusammenprall eine erhebliche Zahnverletzung erlitten.

Trotz des Punktverlustes ist die Ausgangslage des Spitzenreiters im Titelrennen nach wie vor ausgezeichnet. Da zuvor schon Verfolger Sportfreunde Lotte gegen Rot-Weiss Essen ebenfalls nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus gekommen war, fehlen der Fortuna aus ihren drei verbleibenden Spielen nur noch zwei Zähler, um die Meisterschaft und damit auch die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga (am 28. Mai und 1. Juni gegen Bayern München II) perfekt zu machen.

Nächster „Matchball“ zu Hause gegen Wiedenbrück

„Das späte Gegentor war sehr bitter, wird uns aber nicht umwerfen“, so Fortuna Kölns Kapitän Daniel Flottmann, der den Platz wegen einer Knieverletzung ebenfalls vorzeitig verlassen musste, gegenüber DFB.de. Ihren nächsten „Matchball“ haben die Südstädter am kommenden Samstag (10. Mai) ab 14 Uhr vor eigenem Publikum gegen den abstiegsbedrohten SC Wiedenbrück 2000.

„Da wollen wir den Deckel draufmachen“, sagte Trainer Uwe Koschinat und fügte noch hinzu: „Wenn man schon eine Hand an der Meisterschaft hat, ist es enttäuschend, noch kurz vor Schluss abgefangen zu werden. Der Punktgewinn für die Viktoria war aber absolut verdient.“ Sein Kollege Claus-Dieter „Pele“ Wollitz meinte: „In der ersten Halbzeit hatten wir durch Lukas Nottbeck die große Chance zur Führung. Das hätte uns in die Karten gespielt.“

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