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Schalkes Trainer Elgert: „Schwer zu verkraften“

Stimmen nach dem Elfmeterkrimi im Junioren-Vereinspoakl zwischen Freiburg und Schalke (8:7).

Fünftes Endspiel, fünfter Pokalsieg: Die Bilanz der U 19 des SC Freiburg bleibt nach dem dramatischen 8:7 (1:1, 0:0) nach Elfmeterschießen im Finale des DFB-Junioren-Vereinspokals in Berlin gegen den West-Meister FC Schalke 04 makellos. Damit avancierten die Breisgauer auch zum Rekordpokalsieger.

Vor 4100 Zuschauern im Amateurstadion am Wurfplatz entwickelte sich eine packende Partie, die erst im Elfmeterschießen einen glücklichen, wenn auch nicht unverdienten Sieger fand. MSPW ging nach dem Pokalkrimi auf Stimmenfang.

Sebastian Gunkel (Trainer SC Freiburg): „Für dieses intensive und fast jederzeit hochklassige Spiel muss ich beiden Mannschaften ein großes Lob zollen. Am Ende sind wir vielleicht der etwas glücklichere Sieger. Meine Jungs haben stark verteidigt, sich sehr gut auf die Stärken des Gegners eingestellt und waren in der Lage, im Laufe der Partie noch die entscheidenden Prozentpunkte draufzupacken. Da hatten wir vielleicht auch den Vorteil, dass die Schalker in dieser Saison in ihren vier verschiedenen Wettbewerben bereits viele Partien absolvieren mussten.“

Norbert Elgert (Trainer des FC Schalke 04): „Glückwunsch an Freiburg. Die Niederlage ist für uns brutal enttäuschend und schwer zu verkraften. Insgesamt lief an diesem Tag viel gegen uns. Wir haben viel investiert und sind an unserer Chancenverwertung gescheitert. Beim ersten Gegentreffer haben wir Freiburg ein großes Geschenk gemacht. Nun geht es darum, sich schnell zu fangen und auf die Meisterschaftsendrunde und den Westfalenpokal zu konzentrieren.

Dr. Hans-Dieter Drewitz (DFB-Vizepräsident): „Kompliment an beide Mannschaften, die das Finale auch während der regulären 90 Minuten für sich hätten entscheiden können. Von der Spannung her sind die Zuschauer so voll auf ihre Kosten gekommen. Das war eine echte Werbung für den Juniorenfußball. Ich bin mir sicher, dass wir das eine oder andere Talent aus dem heutigen Spiel demnächst in der Bundesliga sehen werden.“

Ulf Schott (DFB-Direktor): „Es war ein typisches Pokalspiel und für die Zuschauer eine sehr attraktive Partie. Schalke war aus meiner Sicht individuell stärker, die Freiburger als Mannschaft ein wenig geschlossener. Dafür sind sie dann am Ende dann auch mit dem Titel belohnt worden. Im Stadion herrschte eine ausgezeichnete Atmosphäre, das hat richtig Spaß gemacht. Das Junioren-Pokalfinale wenige Stunden vor dem großen Pokalendspiel und noch dazu im Schatten des Olympiastadions auszutragen, entwickelt sich immer mehr zu einer echten Marke.“

Sebastian Neuf (Administrative Leitung Freiburger Fußballschule): „Wir freuen uns sehr, dass wir die Pokal-Tradition des SC Freiburg weiter fortsetzen konnten. Dieser Titel ist nicht nur der Lohn für ein Jahr, sondern für die unaufgeregte und konzentrierte Arbeit der vergangenen sieben bis acht Jahre. Die Mannschaft hat vor allem durch ihren großen Teamgeist gepunktet und so verdient das Elfmeterschießen erreicht. Dort hatten wir mit Kai Eisele einen starken Torhüter.“

Oliver Ruhnert (Direktor Nachwuchs FC Schalke 04): „Im ersten Moment ist die Enttäuschung bei uns und bei den Jungs natürlich riesengroß. Es war über weite Strecken ein von der Taktik geprägtes Spiel, in dem wir von Beginn an die besseren Chancen hatten, aber mehrfach am starken Freiburger Schlussmann gescheitert sind. Nach dem 0:1 in der Verlängerung ist die Mannschaft noch einmal zurückgekommen und war ganz dicht dran am Sieg. Umso bitterer ist die Niederlage. Wir werden uns jetzt jedoch schütteln und haben dann am Mittwoch mit dem Westfalenpokalfinale gegen Arminia Bielefeld schon das nächste Ziel vor Augen. Dort wollen wir uns erneut für den DFB-Pokal qualifizieren. Danach geht dann der Blick in Richtung Endrunde um die Deutsche Meisterschaft.“

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