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BVB: „Entscheidung durch Fehlentscheidung“

Michael Zorc kann die Niederlage im Pokalfinale nur schwer verdauen.

Nach dem 0:2 nach Verlängerung gegen den Titelverteidiger FC Bayern München im Finale um den DFB-Pokal in Berlin ließ Borussia Dortmund dem Frust freien Lauf. Besonders der nach Meinung des BVB reguläre Treffer von Mats Hummels während der normalen Spielzeit sorgte für Gesprächsstoff bei Sportdirektor Michael Zorc und den Spielern. Die Stimmen von der Dortmunder Homepage:

Michael Zorc: „Wir haben ein klares Tor erzielt. Es wäre das 1:0 gewesen. In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut, waren nicht im Spiel. In die zweite Halbzeit sind wir gut reingekommen. Wenn das Tor gegeben worden wäre, wäre es ein Riesenvorteil für uns gewesen. Der Ball war relativ deutlich hinter der Linie. Da muss man wohl nicht so genau hingeschaut haben. Aber Hauptsache wir votieren alle gegen die Torlinientechnologie. Wieso haben wir auch keine Torrichter? Wir sind diesmal die Leidtragenden. Aber dennoch: Es ist schade, dass so ein Finale durch so eine Fehlentscheidung entschieden worden ist. Man muss aber auch sagen, dass die Bayern den Ball besser haben laufen lassen. Wir haben es nicht geschafft, unsere Ballbesitzzeiten auszudehnen und besser nach vorne zu spielen. Am Ende entscheidet aber im Fußball das Tor. Und wir haben eines geschossen…“

Oliver Kirch: „Bayern hat eine andere Aufteilung gehabt, als noch in der Liga. Es stimmt, dass wir nicht so zum Zuge gekommen sind, wie wir es uns gewünscht hätten. Aber ich denke, im Laufe des Spiels wurde es deutlich ausgeglichener. Es war eine Partie auf Augenhöhe, am Ende hat die glücklichere Mannschaft gewonnen. Für mich war der Ball von Mats klar drin, ich glaube die Bilder beweisen das.“

Marcel Schmelzer: „Das nicht gegebene Tor macht die Niederlage doppelt bitter. Es ist schade, wenn so ein wichtiges Spiel dadurch entschieden wird, dass ein reguläres Tor nicht zählt. Wir hatten ja gerade die Diskussionen um die Torlinientechnik. Jeder, der dagegen gestimmt hat, sollte das mal erleben, durch so eine Entscheidung um den Erfolg gebracht zu werden. Es war insgesamt ein ausgeglichenes Spiel. In der Halbzeit haben wir angesprochen, dass es nicht ansatzweise das gewesen ist, was wir spielen wollten. Es war klar: Wer das erste Tor macht, gewinnt das Spiel. Nach dem 0:1 hätten wir den Ball vielleicht ruhiger halten müssen. Normalerweise haben wir aber das erste Tor geschossen. Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft, wir waren gleichwertig. Wir haben alle unsere Saisonziele erreicht, leider konnten wir das i-Tüpfelchen nicht draufsetzen.“

Nuri Sahin: „Es war ein offenes Spiel. Ein typisches 1:0-Spiel. Wer in Führung geht, gewinnt. Wir sind in Führung gegangen, aber leider wurde der Treffer nicht gewertet. Jetzt bleibt uns nichts anderes übrig, als den Bayern zu gratulieren. Das Finale hätte einen anderen Verlauf genommen, wenn unser reguläres Tor gezählt hätte und wir 1:0 in Führung gegangen wären. Es ist fast schon zu einfach. Wir sind in einer modernen Zeit, wenn die Torlinientechnik eingesetzt worden wäre, hätten wir 1:0 geführt. Darüber sollte sich einige Entscheider Gedanken machen.“

Roman Weidenfeller: „Gerade wenn man in der regulären Spielzeit ein Tor erzielt hat, das nicht gegeben wurde, ist es schwierig diese Niederlage zu verdauen. Nach dem 0:1 war noch eine Weile zu spielen, wir hätten durchaus noch einmal zurückkommen können. Aber es ist auch klar, dass wir heute nicht die Durchschlagskraft zeigen konnten, die uns zuletzt – und auch beim Auswärtsspiel in München vor einigen Wochen – stark gemacht hat. Letzten Endes muss man aber sagen, dass die entscheidende Szene des Spiels unser reguläres, aber nicht gegebenes Tor war.“

 

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