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Arminia Bielefeld: Zweite Mannschaft darf nicht rauf

„Grenzenlose Enttäuschung“ bei den Bielefeldern nach der Relegations-Niederlage.

Bei Arminia Bielefeld ist nach der dramatischen Niederlage in der Relegation gegen den SV Darmstadt 98 (2:4 im Rückspiel nach Verlängerung durch ein Tor in der 122. Minute nach einem 3:1 im Hinspiel) Wundenlecken angesagt. „Wir sind alle grenzenlos enttäuscht, aber das ist ganz normal. Zu meiner persönlichen Zukunft möchte ich nichts sagen, mir geht da gerade auch unheimlich viel durch den Kopf. Wir müssen das jetzt alles erst einmal verarbeiten, aber das dauert eben seine Zeit“, so Norbert Meier (Foto), der die Ostwestfalen als Nachfolger von Stefan Krämer noch auf Rang 16 der 2. Liga geführt hatte.

Für den finanziell nicht auf Rosen gebetteten Klub aus Ostwestfalen hat der Abstieg in die 3. Liga weitreichende Folgen. Die Lizenz zu bekommen, dürfte wegen der stark gesungenen Einnahmen aus den Fernsehgeldern ein Kraftakt werden. Außerdem darf die zweite Mannschaft, die sich in der Oberliga Westfalen sportlich für den Aufstieg qualifiziert hat, nicht in die Regionalliga West aufsteigen. Dadurch reicht in der Regionalliga jetzt schon Rang 16 zum Klassenverbleib.

Die Freude beim SV Darmstadt 98 ist dagegen grenzenlos. „Ich kann noch gar nicht begreifen, was passiert ist. Von der ersten Minute an haben wir gezeigt, dass wir gewillt waren, das Wunder zu vollbringen. Ich bin wahnsinnig glücklich und stolz, dass wir in der nächsten Saison in der 2. Liga spielen können“, sagt Ex-Profi und SVD-Trainer Dirk Schuster, der mit Darmstadt in der Saison 2012/13 noch sportlich abgestiegen war und nur wegen des Lizenzentzuges der Offenbacher Kickers in der 3. Liga antreten durfte.

Die Hessen bauten mit ihrem Sensations-Sieg auch die Statistik zu Gunsten der Drittligisten aus. Bei sechs Relegationen setzte sich fünfmal der Verein aus der 3. Liga durch. Nur Dynamo Dresden hatte es bei der letzten Auflage geschafft, den VfL Osnabrück (0:1/2:0) am Zweitliga-Aufstieg zu hindern.

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