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RL West: Wiedenbrück feiert Klassenverbleib – Uerdingen hofft

Der SV Lippstadt ist nach dem 1:2 gegen den SCW abgestiegen.

Der SC Wiedenbrück 2000 kann für eine weitere Saison in der Regionalliga West planen. Die Ostwestfalen, die mit nur neun Punkten eine verkorkste Hinserie hingelegt hatten, brachten sich am 38. und letzten Spieltag mit einem 2:1 (2:1) im „Endspiel“ beim direkten Konkurrenten SV Lippstadt 08 doch noch in Sicherheit. Der 16. Rang, den die Wiedenbrücker in der Abschlusstabelle belegen, reicht in dieser Saison sicher zum Klassenverbleib, weil die U 23 von Bayer 04 Leverkusen vom Spielbetrieb abgemeldet und es aus der Oberliga Westfalen nur einen statt der üblichen zwei Aufsteiger geben wird.

Vor 2840 Zuschauern am Lippstädter Waldschlösschen brachte Massih Wassey (6.) die Gäste frühzeitig in Führung. Der ehemalige Wiedenbrücker Sven Krause (10., Foulelfmeter) glich für den SVL aus, doch Nick Brisevac (14.), der zu Rot-Weiß Oberhausen wechseln wird, ließ in seinem letzten Spiel für den SCW seine Mannschaft und die mitgereisten Fans erneut jubeln. Ab der 34. Minute musste zunächst Wiedenbrück in Unterzahl spielen, nachdem sich Kamil Bednarski wegen einer Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte eingehandelt hatte. In der Schlussphase verloren dann die Lippstädter die Nerven. Der eingewechselte Lars Schröder (84./Tätlichkeit) und Ardian Jevric (84./Unsportlichkeit) sahen jeweils die Rote Karte.

Der SC Wiedenbrück 2000 blieb auch im siebten und letzten Spiel unter der Regie von Interimstrainer Dominik Jansen (für ihn übernimmt in der neuen Saison Alfons „Ali“ Beckstedde) ungeschlagen und feierte nach dem Abpfiff den Klassenverbleib. Trauer dagegen beim SV Lippstadt 08, der durch die Heimniederlage noch auf den 18. Tabellenplatz abrutschte und damit definitiv als Absteiger feststeht.

Der KFC Uerdingen 05 zog durch ein 1:0 (1:0) beim Schlusslicht SSVg. Velbert, dem ersten Sieg seit 13 Spieltagen, noch an Lippstadt vorbei und verbesserte sich auf Rang 17. Damit darf die Mannschaft von KFC-Trainer Murat Salar am Ende einer enttäuschenden Saison und nach insgesamt drei Trainerwechseln doch noch auf den Klassenverbleib hoffen. Ihre Platzierung würde nämlich am Saisonende für die Rettung reichen, wenn West-Meister SC Fortuna Köln in den Aufstiegsspielen gegen den FC Bayern München II (28. Mai/1. Juni) den ersehnten Sprung in die 3. Liga schafft.

In Velbert erzielte Moses Lamidi (38.) den entscheidenden Treffer für den KFC Uerdingen 05 und zerstörte damit auch die letzten theoretischen Chancen der Bergischen. Die SSVg. Velbert wird in der nächsten Saison in der Oberliga Niederrhein an den Start gehen.

Fortuna Köln: Der Meisterehrung soll der Aufstieg folgen

Mit dem 2:1 (0:0) im letzten Saisonspiel gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf beendete der neue West-Meister SC Fortuna Köln eine Negativserie von drei Partien ohne Sieg und tankte neues Selbstvertrauen für die beiden Aufstiegsspiele gegen die Reserve des FC Bayern, den Titelträger in der Regionalliga Bayern. Dabei haben die Domstädter am Mittwoch (ab 19 Uhr) zunächst Heimrecht. „Nach dem Gewinn der Meisterschaft wollen wir uns jetzt auch mit dem Aufstieg belohnen“, so Kölns Trainer Uwe Koschinat.

Zwar geriet seine Mannschaft gegen Düsseldorf zunächst durch einen Treffer von Bastian Müller (53., Foulelfmeter) 0:1 in Rückstand. In der Schlussphase wendeten jedoch der eingewechselte Michael Kessel (81., Foulelfmeter) und Torjäger Ercan Aydogmus (87.) mit seinem 18. Saisontreffer vor 1206 Zuschauern im Südstadion noch das Blatt. Im Rahmen der Partie wurden die Kölner vom Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV) offiziell für den Staffeltitel ausgezeichnet. WFLV-Präsident Hermann Korfmacher (Gütersloh) und Regionalliga-Staffelleiter Rolf Thiel (Köln) nahmen die Meisterehrung vor.

Der entthronte Titelverteidiger Sportfreunde Lotte schloss die Spielzeit 2013/2014 gleichzeitig mit einem 0:0 gegen die U 23 des VfL Bochum ab. Damit blieb die Mannschaft von Trainer Michael Boris zwar auch im 16. Spiel in Folge ohne Niederlage, kam in ihren vergangenen sechs Partien aber jeweils nicht über Unentschieden hinaus. Mit ingesamt 15 Punkteteilungen sicherten sich die Tecklenburger sogar noch vor Viktoria Köln (14) den inoffiziellen Titel des „Remis-Königs“.

RWE dank Propheter auf einstelligem Tabellenplatz

In einem Traditionsduell setzte sich Rot-Weiss Essen zum Saisonabschluss vor 6792 Fans gegen die Sportfreunde Siegen 1:0 (0:0) durch und verbesserte sich dank des Siegtreffers von Abwehrspieler Jerome Propheter (81.), Leihgabe von Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld, noch auf den neunten Tabellenplatz.

Für RWE-Trainer Marc Fascher gab es ein Wiedersehen mit seinem früheren Verein, den er in der Regionalliga-Saison 2007/2008 betreut hatte. Mit Mittelfeldspieler Daniel Grebe und Innenverteidiger Richard Weber stellten sich zwei Siegener Leistungsträger bei ihrem zukünftigen Verein an der Hafenstraße vor. Beide spielten 90 Minuten durch.

Rot-Weiß Oberhausen verteidigte mit dem 4:1 (2:0)-Auswärtssieg im Derby bei der SG Wattenscheid 09 den dritten Rang und zog nach Punkten sogar noch mit dem Tabellenzweiten Sportfreunde Lotte gleich. Außerdem war ein Dreier der besten Rückrundenmannschaft in der Lohrheide auch ein passendes Abschiedsgeschenk für RWO-Trainer Peter Kunkel, der zur eigenen U 23 zurückkehrt und von Andreas Zimmermann (zuletzt FC Carl Zeiss Jena) beerbt wird, an seiner früheren Wirkungsstätte. Schließlich war Kunkel mehr als zwei Jahrzehnte als Profi, U 23-, Co- und Interimstrainer in Wattenscheid tätig und erlebte dabei auch die glorreichen Bundesliga-Zeiten mit.

Auch Kunkels Kollege André Pawlak saß zum letzten Mal auf der Wattenscheider Trainerbank. Der 43-Jährige hatte schon vor einigen Monaten bekannt gegeben, dass er den Traditionsverein nach vier Jahren und zwei Aufstiegen zum Saisonende verlassen wird. Er sah vor 1291 Zuschauern vier RWO-Treffer durch Robert Fleßers (6.), David Jansen (8./83.) und Patrick Schikowski (86.). Für die Wattenscheider war lediglich Serafettin Sarisoy (55., Foulelfmeter) zum zwischenzeitlichen 1:2 erfolgreich.

Schalke 04 stellt erneut die beste U 23-Mannschaft

Zum zweiten Mal hintereinander stellt die Reserve des FC Schalke 04 die beste U 23-Mannschaft in der Regionalliga West. Mit dem 2:0 (2:0)-Heimsieg gegen Alemannia Aachen zogen die „Knappen“ noch an der spielfreien U 23 von Borussia Mönchengladbach vorbei. Dren Hodja (23) und Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah (44.) trafen schon vor der Pause für die Mannschaft des scheidenden Schalker Trainers Bernhard Trares. Die Alemannia beendete ihre erste Saison in der Viertklassigkeit auf Platz 14.

Nach zuvor drei Niederlagen in Serie und dem Aus im Westfalenpokal (1:2 bei den Sportfreunden Siegen) landete der SC Verl beim turbulenten 5:3 (2:2) gegen die U 23 von Bayer 04 Leverkusen, die ihr letztes Punktspiel überhaupt bestritt, noch einmal ein Erfolgserlebnis. Matthias Haeder (3.), Nico Hecker (11.) und der dreimalige Torschütze Simon Engelmann (71./88./90.) waren für die Ostwestfalen erfolgreich. Die Gegentreffer für die zuvor 13 Mal in Folge unbesiegten Leverkusener gingen auf das Konto von Aziz Bouhaddouz (23.), Khaled Narey (30.) und Alexander Bieler (77.). Bouhaddouz erzielte dabei sein 24. Saisontor und verabschiedete sich mit der Torjägerkrone in Richtung des Zweitligisten SV Sandhausen.

Das letzte von insgesamt sechs Kölner Derbys gewann die Reserve des „Effzeh“ gegen den FC Viktoria 2:1 (2:1) und wiederholte damit den Erfolg aus der Hinrunde (3:0). Robin Schmidt (10./18.) brachte die „Geißböcke“ mit zwei Toren auf die Siegerstraße, Fatih Candan (25.) konnte für die Gäste nur noch verkürzen.

 

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