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SV Hö-Nie: Erst „Malle“, dann Frust

Vorstand will an der Infrastruktur des „Ackers“ arbeiten.

„Der Acker bebt” – allerdings weiterhin in der Oberliga Niederrhein. Der SV Hönnepel-Niedermörmter verzichtet darauf, sein als Meister sportlich erkämpftes Aufstiegsrecht für die Regionalliga West wahrzunehmen. Davon profitiert der zweitplatzierte FC Kray, der trotz seiner sechs Zähler Rückstand auf den „SV Hö-Nie“ aufsteigen darf.

Der langjährige SV-Trainer Georg Mewes war am Abend nach der Rückkehr von der „Meister-Sause“ auf Mallorca über den Verzicht auf den Aufstieg informiert worden. „Bei der gesamten Mannschaft herrscht erst einmal Katerstimmung. Wir sind alle Sportler durch und durch. Wenn man Erster wird, dann ist doch ganz klar, dass man dann auch aufsteigen möchte“, so der 65-Jährige im Gespräch mit dem kicker.

Der „SV Hö-Nie“ aus der 13.500 Einwohner-Gemeinde Kalkar hätte nach eigenen Angaben die wirtschaftlichen und lizenzrechtlichen Auflagen des Verbandes (unter anderem Installierung von bisher nicht vorhandenden Jugendmannschaften, Umbaumaßnahmen am Stadion, fehlende Trainerlizenzen) voraussichtlich erfüllen können. Den Vereinsverantwortlichen um den Präsidenten Alexander Kehrmann waren letztlich aber die organisatorischen (unter anderem genügend ehrenamtliche Helfer bei Heimspielen zusammen zu bekommen) und auch die sportlichen Risiken zu groß.

„Wir haben uns in den letzten Jahren viele Sympathien erarbeitet. Ich verstehe, dass der Verein diese nicht leichtfertig aufs Spiel setzen will“, sagt Mewes, der bereits seit viereinhalb Jahren im Amt ist und seine Tätigkeit trotz des Dämpfers fortsetzen wird. Die Mannschaft, die sich wenige Tage zuvor anlässlich des größten Erfolgs der Vereinsgeschichte noch in das Goldene Buch der Stadt Kalkar eingetragen hatte, soll möglichst zusammenbleiben. Als Neuzugänge wurden bisher Markus Heppke (Rot-Weiss Essen) und Pascal Nimptsch (VfB Homberg) vorgestellt.

Der Vorstand von Hönnepel-Niedermörmter hat in seiner Verzichtserklärung bereits angekündigt, dass er in den nächsten Jahren an der Infrastruktur des „Ackers“, wie der SVH sein Stadion liebevoll nennt, am Marketing, am Aufbau einer Jugend und am Mitgliederwachstum arbeiten will – damit der „Acker“ irgendwann vielleicht doch in der Regionalliga bebt.

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