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Rahns WM-Schuh erinnert an das „Wunder von Bern“

Neues Ausstellungsstück im Deutschen Fußballmuseum.

Der linke Fußballschuh des gebürtigen Esseners und Ex-RWE-Spielers Helmut Rahn aus dem WM-Finale von 1954 kommt in das Deutsche Fußballmuseum. 60 Jahre nach dem ersten Titelgewinn der deutschen Nationalmannschaft stellen die beiden Söhne des 2003 verstorbenen Rahn das Exponat für die Dauerausstellung zur deutschen Fußballgeschichte zur Verfügung.

Der Schuh steht für einen der berühmtesten Treffer der deutschen Länderspiel-Historie. Rahns fulminanter Linksschuss zum 3:2 in der 84. Spielminute sorgte gegen die damals als unschlagbar geltende ungarische Mannschaft für die Entscheidung und begründete den bis heute wirkenden Mythos „Das Wunder von Bern“.

Rahn erzielte in dem unvergessenen Endspiel zudem den 2:2-Ausgleichstreffer und leistete die Vorarbeit für das erste deutsche Tor durch Max Morlock. In 40 Länderspielen traf der Rechtsaußen insgesamt 21 Mal. Rahn nahm an den Weltmeisterschaften 1954 und 1958 teil, wobei ihm insgesamt zehn Treffer gelangen. Mit Rot-Weiss Essen gewann er 1953 den DFB-Pokal und zwei Jahre später die deutsche Meisterschaft.

Museumsgeschäftsführer Manuel Neukirchner sagt: „Helmut Rahns Schuh erinnert an ein sporthistorisches Ereignis, dem wie keinem anderen bedeutende gesellschaftliche Auswirkungen zugeschrieben werden. Zugleich rückt er einen großartigen Menschen und Fußballer in den Fokus, der sich trotz seines Spitznamens „Boss“ insbesondere nach seiner Karriere nie gerne selbst im Mittelpunkt gesehen hat. Wir sind der Familie Rahn sehr dankbar für die Leihgabe. Die Erinnerungsstücke an das ‚Wunder von Bern‘ bilden eine zentrale Inszenierung in der Ausstellung des deutschen Fußballmuseums.“

Rahns ältester Sohn, Uwe Helmut, äußert: „Das Ausstellungskonzept des Deutschen Fußballmuseums hat meinen Bruder und mich überzeugt und dazu bewogen, den Weltmeister-Schuh unseres Vaters für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Er wird mit dazu beitragen, vor allem auch jüngeren Museumsbesuchern zeitgeschichtliche Umstände und Dimensionen des WM-Sieges von 1954 näher zu bringen. Wie unseren Vater begleitet sein Tor auch uns ein Leben lang. Wir verbinden damit viele spannende und aufregende Erinnerungen.“

Der Fußballschuh in der Größe 43 ist mit einem Bronzeüberzug versehen und hat ein Gewicht von 750 Gramm. Auf den drei linken seitlichen Streifen ist vermerkt: „WM 54“, „Rahn“, „3:2“. Er wird mit Eröffnung des Deutschen Fußballmuseums im ersten Halbjahr 2015 in der Dauerausstellung zu sehen sein.

 

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