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Island Storm raste in Mülheim allen davon

Zum Karriere-Start gleich ein Sieg.

Lange sah es im „Sommerpreis des Mülheimer Rennvereins vom Raffelberg“ so aus, als hätte der dreijährige Wallach Island Storm, geritten von Alexander Pietsch (42/Köln), nichts zu bestellen. Die Zuschauer auf der Mülheimer Galopprennbahn nahmen ihn weit hinten im Achter-Feld wahr. Als es aber ernst wurde, als es auf die lange Zielgerade ging, da kam er angerauscht. Erster Start, erster Sieg. Und der bleibt auch noch in der Familie. Der Ex-Jockey und nach einem Unfall seit vielen Jahren an den Rollstuhl gefesselte Harro Remmert, seine Frau Gisela und Tochter Heide sind nämlich die Besitzer von Island Storm, der außerdem noch aus eigener Zucht der Remmerts aus Köln stammt. Deswegen floss die gesamte Siegprämie in Höhe von 3.000 Euro an den überglücklichen Remmert-Clan.

„Ausgerechnet hier in Mülheim, wo ich als Jockey so oft erfolgreich war“, strahlte Harro Remmert (71). Und mit ihm freute sich auch der in Kirgisien aufgewachsene Island Storm-Trainer Waldemar Hickst (50/Köln). Harro Remmert erinnerte sich: „Waldemar ist für mich als Jockey erfolgreich gewesen. Und jetzt macht er einen guten Job als Trainer. Das ist doch eine runde Sache.“

Stolze 122 Euro bei zehn Euro Einsatz auf Sieg zahlte Island Storm bei seinem sicheren Sieg, eine halbe Länge vor Sonixs, geritten von Andre Best (44/Krefeld), der lange wie der Sieger ausgesehen hatte. Doch am Ende hatte Island Storm die besseren Reserven. Rang drei ging an die Stute Ardeola, mit der Jockey Filip Minarik (39/Köln) immer im Vorderfeld mitgemischt hatte. Für Erato aus dem Besitz des Gestüts Röttgen (Köln-Heumar) reichte es mit Andreas Helfenbein (46/Köln) im Sattel nur zu Rang vier. Allerdings war der von Derby-Siegtrainer Markus Klug (38) vorgestellte Hengst nicht weit geschlagen, sollte demnächst stärker beachtet werden.

Sechs Rennen standen am Samstag auf der Galopprennbahn am Raffelberg bei herrlichem Sommerwetter auf der Tageskarte. Der Umsatz betrug 116.523 Euro, davon 52.303 Euro auf der Rennbahn selbst.

Auf dem Bild oben: Freuten sich mit der Familie Remmert über den Sieg von Island Storm: Jockey- und Trainerlegende Hein Bollow, Rennvereins-Präsident Hans-Martin Schlebusch, Harro Remmert, Präsidiumsmitglied Dirk von Mitzlaff, Gisela Remmert, Trainer Waldemar Hickst und der ehemalige Mülheimer Trainer-Matador Uwe Ostmann (von links).

 

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