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Baier: „Hohe Erwartungen bei RWE passen zu mir“

MSPW berichtet im kicker-Sportmagazin (21. Juli).

Wenn Familie Baier gemeinsam an einem Tisch sitzt, gibt es meist nur ein Thema: Fußball. Der jüngste Sohn Benjamin (25) steht seit dem 1. Juli beim West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen unter Vertrag, sein älterer Bruder Daniel (30) ist aus dem Bundesliga-Aufgebot des FC Augsburg nicht mehr wegzudenken und Vater Jürgen (56) kickte einst für Hannover 96 in der 2. Bundesliga. „Na klar, bei uns wird sehr viel über Fußball gesprochen. Das war aber schon immer so. Wir kennen das gar nicht anders“, sagt der Neu-Essener Benjamin Baier mit einem breiten Grinsen.

Der Mittelfeldspieler war vor wenigen Wochen vom Zweitliga-Aufsteiger SV Darmstadt 98, für den er in der vergangenen Drittliga-Saison immerhin elf Partien absolviert hatte, ins Ruhrgebiet gewechselt. Für Baier kein Rückschritt. „Das Umfeld bei RWE ist fast erstklassig. Auch der Zuschauerschnitt von über 7500 Besuchern ist für die Regionalliga einmalig“, erklärt der gebürtige Aschaffenburger, für den es die erste Station im Westen ist: „Ich habe mich sehr schnell eingelebt. Das, was ich bisher gesehen habe, gefällt mir sehr gut.“

Für Baier geht es beim Essener Traditionsverein vor allen Dingen darum, wieder Fuß zu fassen und regelmäßig Spielpraxis zu bekommen. Denn der zentrale Mittelfeldspieler wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. „Ich will unbedingt verletzungsfrei bleiben. Das ist das Wichtigste. Die letzten Spielzeiten sind für mich sehr unglücklich gelaufen“, sagt Baier.

Lange musste der gelernte Schreiner nicht über seinen Wechsel zu RWE nachdenken. „Die Gespräche mit Sportvorstand Dr. Uwe Harttgen und Trainer Marc Fascher haben mich überzeugt. Die Wertschätzung, die mir von den Verantwortlichen entgegen gebracht wurde, war enorm groß. Das hat mich beeindruckt. Auf RWE habe ich richtig Bock“, so Baier.

Beim Pokalsieger von 1953 und Deutschen Meister von 1955 soll der 25-Jährige, der in der Vergangenheit auch für die Offenbacher Kickers und RB Leipzig am Ball war, eine der beiden „Sechser-Rollen“ im Fascher-System übernehmen. „Das ist genau meine Position. Da kann ich all meine Stärken, die ich in der Zweikampfführung und in der Spieleröffnung habe, optimal einbringen.“

Dass Baier im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommt, war nicht immer so. In seiner letzten Junioren-Saison hatte er sich zum Beispiel bei der U 19 der Offenbacher Kickers vermehrt in die Offensive eingeschaltet. In 28 Partien erzielte er dabei beachtliche 31 Tore. „Kein schlechter Wert. Da hat einfach alles gepasst“, schmunzelt der 25-Jährige.

Obwohl Baier bisher „nur“ einige Testspiele für seinen neuen Verein absolviert hat, weiß der Neuzugang bereits, was die Zuschauer im Stadion an der Hafenstraße sehen wollen. „Die Erwartungshaltung bei RWE ist hoch. Aber das passt zu mir. Ich bin jemand, der nicht verlieren kann und gebe daher immer Vollgas“, erzählt der Mittelfeldspieler, der kürzlich eine Wohnung im Essener Stadtteil Rüttenscheid bezogen hat.

Die Ziele mit „seiner“ Mannschaft hat Baier schon abgesteckt: „Wir wollen zu den fünf besten Mannschaften gehören. Ob es dafür reichen kann, werden wir nach ungefähr zehn Spieltagen sehen. Wichtig ist, dass wir uns nicht von der Konkurrenz verrückt machen lassen, sondern uns nur auf uns selbst konzentrieren.“ Aus der Vorbereitung, in der es unter anderem Siege gegen eine Essener Stadtauswahl (2:0), den VfB Bottrop (4:0) und Eintracht Braunschweig II (2:0) gab, will Baier noch nicht zu viele Schlüsse ziehen: „Wir haben alle schwere Beine. Das Zusammenspiel klappt schon ganz gut, es passen lediglich Kleinigkeiten noch nicht.“

Wenn Benjamin Baier mal nicht auf dem Trainingsplatz oder auf dem Rasen im Stadion Essen steht, genießt der Neu-Essener gerne die Ruhe. „Mein Umzug ist endlich geschafft. Jetzt relaxe ich gerne oder treffe mich mit Freunden in der wenigen Freizeit, die ich habe.“ Zu seinem Freundeskreis gehört unter anderem sein RWE-Mannschaftskollege Sven Kreyer, der seinen Wechsel vom VfL Bochum II zu RWE ebenfalls zum Anlass nahm, eine Wohnung in Essen zu beziehen. „Wir haben uns gegenseitig beim Kistenschleppen geholfen. Zu ihm habe ich, wie zu allen anderen auch, einen richtig guten Kontakt. Die Kameradschaft innerhalb der Mannschaft ist optimal“, so der Rot-Weisse, der nun mit guten Leistungen für noch mehr Gesprächsstoff am Familien-Tisch sorgen will.

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