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Eduardo eisenhart: Eis drauf und weiter geht’s

Spitzenjockey beim Mülheimer Saisonfinale vom Pferd getreten.

Für den aus Panama stammenden Spitzenjockey Eduardo Pedroza (40/Gütersloh, Foto), seit Jahren in Europa einer der Besten seines Fachs, sollte das Saisonfinale am Samstag auf der Mülheimer Galopprennbahn im dritten Rennen des Tages um 15 Uhr beginnen. Doch daraus wurde nichts. Als Pedroza die zweijährige Stute Rosy Blush, die noch nie zuvor ein Rennen bestritten hatte, im Führring vorreiten wollte, bekam er von Rosy Blush, trainiert von Andreas Wöhler (53/Gütersloh), einen kräftigen Fußtritt gegen den Oberschenkel ab.

Pedroza wurde vom Hilfspersonal und den diensttuenden Ärzten sofort behandelt, während als Ersatz für den Panamesen kurzfristig sein Kollege Jozef Bojko (42/Bremen) einsprang. Dieser wurde von der unerfahrenen und aufgeregten zweijährigen Stute zwar nicht getreten, aber dicke Freunde wurden Bojko und Rosy Blush während des Rennens auch nicht. Das Duo landete unplatziert.

Eduardo Pedroza aber zeigte, dass Jockeys nicht empfindlich sein dürfen. Er ließ seinen lädierten Oberschenkel mit kühlendem Eis behandeln und stieg danach noch viermal in den Sattel, wobei ihm im letzten der insgesamt acht Rennen am Raffelberg vor 4.300 Zuschauern sogar noch ein Sieg mit der vierjährigen Fuchsstute Giulietta für den Derby-Championatsstall Gestüt Görlsdorf gelang.

Durchwachsenes Wetter war für den dritten und letzten Renntag des Jahres am Mülheimer Raffelberg angesagt. Doch dann zeigte sich Petrus den Besuchern der Rennbahn gegenüber großzügig, spendete stundenlang Sonnenschein, so dass der Veranstalter mit seinen Sponsoren (Engel & Völkers, Volmer Betonwerk Duisburg und Sterne-Hotel am Ruhrufer) ein durchaus positives Fazit ziehen konnten: Guter Besuch, darunter auch Direktoriums-Präsident Albrecht Woeste mit Gattin Renate aus Düsseldorf sowie Peter-Michael Endres aus Duisburg, mit Gattin Helga angereist und beim Düsseldorfer Reiter- und Rennverein als Präsident sogar „Boss“ von Albrecht Woeste.

Beide fochten an diesem Sommer-Nachmittag auf der Rennbahn auch sportliche Wettkämpfe aus, wobei Woeste im Zweijährigen-Rennen mit der Stute Nymeria, geritten von Alexander Pietsch (42/Köln) für den Woeste-Stall „Grafenberg“, sogar ein voller Erfolg gelang. Die Endres-Stute Nooshana, in Mülheim trainiert von Jens Hirschberger (45) und geritten von Michael Cadeddu (27/Mülheim) für das Gestüt Auenquelle von Mitbesitzer Endres sowie Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen), kam dagegen lediglich auf Rang fünf in diesem „Preis von Engel & Völkers Commercial Essen“ ein.

Nymeria gewann dieses mit 5.100 Euro dotierte Rennen über die Sprintdistanz von 1.400 Metern leicht mit einer Länge vor Peace of Paradise mit Eugen Frank (35/Köln) und Rose Rized mit Daniele Porcu (31/Düsseldorf). Für den Sieg von Nymeria, deren gute Arbeitsleistungen sich wohl schon in Wetter-Kreisen herumgesprochen hatten, gab es auf Sieg lediglich 23 Euro bei zehn Euro Einsatz.

Einziger Doppelsieger des Tages war Alexander Pietsch, der nicht nur mit Nymeria gewann, sondern zuvor auch schon mit der vierjährigen Stute Fiorella aus dem Gestüt Ittlingen (Werne) im „Preis des 5 Sterne Hotel Villa am Ruhrufer Golf & Spa“ triumphiert hatte.

 

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Zunächst startet vierjähriger Hengst aber im Prix de l’Arc de Triomphe.

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