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Schalke 04: „Alles Asa, oder was“?

Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah auch als Unternehmer am Ball.

In seiner mittlerweile 19. Profisaison haben sich die Prioritäten von Gerald Asamoah verändert. Der ehemalige Nationalspieler und Vizeweltmeister von 2002, der zum Abschluss seiner Karriere für die Regionalligamannschaft seines langjährigen Klubs FC Schalke 04 kickt, ist schon seit einiger Zeit nicht mehr nur als Fußballer, sondern auch schon als Vereinsbotschafter der „Knappen“ und inzwischen sogar als Unternehmer am Ball. „Ich bin nicht mehr der 100 Prozent-Fußballer und wollte etwas Eigenes auf die Beine stellen. Eines Tages muss ich ja mal vom aktiven Fußball wegkommen. Dann will ich vorbereitet sein“, sagt der 35-Jährige im Gespräch mit dem kicker.

Das Kölner Start-up-Unternehmen („Bside-Me“), bei dem Asamoah im Mai als Mitgründer eingestiegen ist, entwickelt Handy-Applikationen, um prominenten Sportlern einen besseren Kontakt zu ihren Fans zu ermöglichen. Asamoahs Interesse dafür weckte mit Burkhard Mathiak ein früherer Mitarbeiter aus der Presseabteilung der Schalker. „Wir kennen uns schon sehr lange. Ich stelle nun für das Unternehmen Kontakte zu anderen Sportlern her und bin auch in alle Gespräche involviert“, beschreibt Asamoah seine neue Tätigkeit außerhalb des Fußballplatzes.

Der gebürtige Ghanaer folgt dabei dem Vorbild bekannter Kollegen. Auch Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann und Bundesliga-Torschützenkönig Robert Lewandowski vom FC Bayern München sind beispielsweise an Firmen beteiligt. „Es macht Spaß, vom ersten Tag an dabei zu sein. Das bisherige Feedback für unsere Idee ist durchweg positiv“, so der dreifache Familienvater Asamoah, der durch die eigene App auch für seine Stiftung werben will, die sich für herzkranke Kinder einsetzt. Der zweimalige DFB-Pokalsieger (2001/2002), einst selbst von einer Herzkrankheit betroffen, wird als erster Fußballprofi überhaupt für seine neue Firma am 25. November auf dem BITKOM Trendkongress in Berlin sprechen.

Trainingseinheiten bei der Schalker Reserve lässt Gerald Asamoah deshalb aber auch im Herbst der Karriere nicht sausen. „Das Fieber und die Lust auf Fußball lassen mich nie ganz los“, sagt der 323-malige Bundesligaspieler (50 Tore). In seiner voraussichtlich letzten Saison als „Leitwolf“ der Regionalligamannschaft ist der frühere Publikumsliebling noch einmal besonders gefordert.

Während die „Königsblauen“ in den vergangenen beiden Spielzeiten mit den Plätzen drei und sechs zweimal die beste Zweitvertretung gestellt hatten, prophezeite der neue Trainer Jürgen Luginger nach einem Punkt aus den ersten beiden Partien schon eine „schwierige Saison“ für die Schalker U 23. „Da wir einige Talente an die Profis abgegeben haben, bestand unser Kader während der Vorbereitung teilweise aus nur 13 Spielern. Möglicherweise dauert der Findungsprozess diesmal etwas länger“, betont Asamoah und verspricht deshalb vollen Einsatz. „Ich weiß, dass es für viele Spieler der anderen Vereine ein großer Reiz ist, sich gegen mich zu behaupten. Doch ich bin auch kein Kind von Traurigkeit und kann die Härte in der Regionalliga ab.“

In welche Schiene es die Schalker Frohnatur dann im kommenden Sommer verschlagen wird, hat „Asa“ noch nicht entschieden. Bei seinem „Herzensverein“ ist er nach wie vor in die Marketing-Abteilung von Alexander Jobst eingebunden und arbeitet in den Bereichen „Schalke-TV“ und „Social Media“ mit. Auch eine Karriere als Trainer ist denkbar. Die B-Lizenz hat er bereits in der Tasche, die A-Lizenz soll in naher Zukunft folgen. „Ich versuche mich aktuell in vielen Bereichen und möchte mir möglichst alle Wege offen halten“, sagt der Neu-Unternehmer mit Blick auf die Karriere nach der Karriere.

 

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