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RWE: Marc Fascher findet seine Formation

MSPW berichtet im kicker – Dienstag beim ESC Rellinghausen.

Auf dem Weg, die große Problemzone Defensive in den Griff zu bekommen, hat Rot-Weiss Essen trotz des verpassten Heimsieges gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach (2:2) einen Schritt nach vorne gemacht. Zwar blieb der „Heimkomplex“ durch das bereits vierte Unentschieden an der Hafenstraße (bei einer Niederlage im Derby gegen den FC Kray) weiter bestehen, doch mit einem sehr couragierten Auftritt gegen die „Fohlen“ zog eine stark veränderte Essener Mannschaft die zuletzt tief enttäuschten Fans wieder auf ihre Seite. Vor allem der Rollentausch auf Schlüsselpositionen nährte die Hoffnung auf Erfolgserlebnisse in den kommenden Ligaspielen bei der Reserve des FC Schalke 04 (Samstag) und gegen den bislang souveränen Titelfavoriten Viktoria Köln (23. September).

„Diese Formation werden wir auch für die kommenden Spiele ins Auge fassen“, sagte RWE-Trainer Marc Fascher mit Blick auf die gleich auf drei Positionen veränderte Viererabwehrkette, in der Philipp Zeiger als neuer Abwehrchef über weite Strecken deutlich mehr Ruhe ausstrahlte als der auf die Bank beorderte Kapitän Mario Neunaber. „Ich versuche, viel zu sprechen und auf meine Mitspieler einzuwirken. Dennoch müssen wir selbstkritisch sein und es schnell schaffen, die Null zu halten“, so der 24-Jährige, der erstmals nach seinem Schlüsselbeinbruch in der Startelf stand, gegenüber MSPW.

Bezeichnend: Der Gladbacher Ausgleich durch „RWE-Schreck“ Giuseppe Pisano (insgesamt schon sein fünfter Treffer an der Hafenstraße) fiel, als Zeiger nach seiner Behandlungspause wegen einer Platzwunde am Kopf noch gehandicapt war. „Es ist bitter, dass wir durch eine so eine klitzekleine Unachtsamkeit zwei Punkte liegen lassen, zumal wir zuvor die Tore drei und vier hätten nachlegen können“, ärgerte sich Fascher, der außerdem Kai Nakowitsch (für Richard Weber) und Patrick Huckle (für Tim Hermes) in der Abwehr gebracht hatte.

Frustriert war der sonst so treffsichere Ex-Gladbacher Marcel Platzek. „Ich hatte genug Chancen für ein Tor. In der Kabine waren alle sauer über das Ergebnis. Es ist jetzt wichtig, trotzdem die Köpfe oben zu behalten“, forderte der Angreifer, der nach dem Abpfiff von Borussia-Trainer Sven Demandt („Wir haben nie Ruhe in die Partie bekommen und glücklich einen Punkt geholt“) zum Trost in den Arm genommen wurde.

Weiterer wichtiger Rollentausch bei den Rot-Weissen: Benjamin Baier trug für Neunaber die Kapitänsbinde, tauchte auf dem Platz teilweise überall auf und scheute sich auch nicht vor der Verantwortung beim Elfmeter. Von einer „Wachablösung“ auf der Kapitänsposition wollte Sportvorstand Dr. Uwe Harttgen aber noch nicht sprechen: „Das ist erst einmal kein Thema. Wir werden sehen, wie es sich in den nächsten Wochen ergibt. Die sportliche Steigerung der gesamten Mannschaft hat jeder im Stadion wahrgenommen.“ Der erste Sieg auf Essener Boden muss nun am morgigen Dienstag (19 Uhr) im Niederrheinpokalspiel beim benachbarten Landesligisten ESC Rellinghausen her.

 

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