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RWE: Daniel Grebe sorgt für Struktur

Mittelfeldspieler sorgt in Ratingen für die Wende.

Der äußerst mühsame Einzug ins Viertelfinale um den Niederrheinpokal durch ein 3:1 beim Oberligisten Ratingen 04/19 war für Rot-Weiss Essen ein Spiegelbild des ersten Saisondrittels in der Regionalliga West: Ein indiskutabler Auftritt in der ersten Halbzeit, über den nicht nur Sportvorstand Dr. Uwe Harttgen „besser den Mantel des Schweigens“ legen wollte, ein Kraftakt nach einem Rückstand, ein wichtiger Treffer nach einer Standardsituation (durch Richard Weber zum glücklichen Ausgleich kurz vor der Pause), erhebliche spielerische Mängel, aber starker kämpferischer Einsatz.

Unter dem Strich steht das wichtige Weiterkommen im Pokal mit der Aussicht auf äußerst attraktive Gegner (MSV Duisburg, RWO, FC Kray) sowie immerhin Rang fünf in der Meisterschaft, mit dem sich die Rot-Weissen exakt im von Harttgen vorgegebenen Zielkorridor (Platz eins bis fünf) bewegen. „Über das bisherige Abschneiden müssen wir ganz bestimmt nicht jammern. Jeder kann sehen, dass Potential in der Mannschaft steckt“, sagt Harttgen im Gespräch mit MSPW, weiß aber auch, dass noch jede Menge Luft nach oben ist: „Uns fehlen noch Konstanz und Stabilität. Daran wird in jedem Training gearbeitet.“

Immer wieder zeigen die Essener selbst innerhalb eines Spiels zwei verschiedene Gesichter: Mal stimmt die Leistung in der ersten Halbzeit und dann verliert die Mannschaft plötzlich komplett den Faden (wie zuletzt beim 1:1 gegen Verl) oder es ist – wie in Ratingen – umgekehrt. Konstant gut sind bisher nur die Standards, bei denen sich die Trainingsarbeit offenbar auszahlt: Jeweils vier Treffer nach weiten Einwürfen von Tim Hermes und nach Freistößen (meist von Benjamin Baier) sowie zwei Tore nach Eckbällen und ein verwandelter Elfmeter sorgten bisher für mehr als die Hälfte aller RWE-Tore. „Das ist für uns eine gute Waffe“, findet Harttgen.

Großen Anteil an der Wende in Ratingen hatte der zuletzt nur selten berücksichtigte Ex-Siegener Daniel Grebe (Foto), der nach seiner Einwechslung für Schwung und Struktur im RWE-Spiel sorgte. Damit empfahl er sich auch für einen Einsatz am kommenden Freitag an seiner früheren Wirkungsstätte. Für Sportvorstand Harttgen war Grebe freilich nie abgeschrieben: „Wir wissen, was er kann. Er gehört zu den Stammspielern, auch wenn er nicht immer von Beginn an aufläuft, und hängt sich weiter voll rein. Das sind oft ganz enge Entscheidungen zwischen den Spielern. Genau diese höhere Qualität wollten wir doch durch unsere Umstrukturierungen im Kader erreichen.“

 

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