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VfL Bochum 1848: Weitere Einsparungen nötig

Verlust in Höhe von 630.000 Euro in der Saison 2013/2014.

Der Zweitligist VfL Bochum 1848 wird auch in der laufenden Spielzeit 2014/2015 gezwungen sein, sich finanziell weiter zu konsolidieren. Dies gab Wilken Engelbracht, kaufmännischer Vorstand des VfL, bei der Mitgliederversammlung bekannt. Zwar wird für die laufende Saison ein Jahresüberschuss erwartet, doch die vergangene Spielzeit schloss der Verein mit einem Minus ab.

Der  geplante Gewinn von rund 2,6 Millionen Euro für die Saison 2013/2014 wurde nicht realisiert, stattdessen ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von knapp 633.000 Euro. Als Gründe für die Planunterschreitung nannte Engelbracht „diverse Effekte, die leider mehr auf der Aufwands- als auf der Ertragsseite entstanden sind“. Als da wären weniger TV-Gelder aufgrund der sportlichen Entwicklung in der vergangenen Saison und eine fast siebenstellige Steuernachzahlung nebst Zinsen. „Dies sind aber nur die Haupteffekte. In Summe sind es viele weitere Elemente, die dazu führen, dass der VfL schauen muss, wo er Kosten vermeiden oder minimieren kann, ohne dabei den Lizenzspielerkader zu schwächen.“ Den Gesamt-Erträgen in Höhe von 27,205 Millionen Euro stehen für die Saison 2013/14 Aufwendungen in Höhe von 27,838 Millionen Euro gegenüber.

Für die laufende Spielzeit sind Erträge in Höhe von 25,276 Millionen Euro geplant, auf der Ausgabenseite erwartet der VfL eine Summe von 23,387 Millionen Euro. Macht unterm Strich einen erwarteten Jahresüberschuss von 1,889 Millionen Euro, der allerdings aufgrund von vorgezogenen Sponsorengeldern, der ausstehenden Steuernachzahlung und offenen Verbindlichkeiten nicht für Investitionen oder Schuldentilgung genutzt werden kann.

Weniger Lizenzspieler mit mehr Qualität – so lautet die Herangehensweise in dieser Saison, um den VfL wieder nach vorne zu bringen. Der reine Lizenzspieleretat für die Spielzeit 2014/2015 liegt bei 7,567 Millionen Euro und wurde somit im Vergleich zur Vorsaison (2013/2014: 7,412 Mio. Euro) leicht angehoben. „Als konservative Kaufleute rechnen wir angesichts der Klasse der Mannschaft mit einem höheren Punkteschnitt als im Vorjahr und haben entsprechende Prämien in unsere Planung mit einbezogen“, erläutert Wilken Engelbracht.

Im ideellen und im Nachwuchsbereich rechnet der neue Finanzvorstand in dieser Saison zwar mit einem leichten Plus auf der Ertragsseite (60.000 Euro), doch Personalaufwand, Verwaltung und sonstige Kosten werden voraussichtlich auch hier zu einer Unterdeckung von rund 1,5 Millionen Euro führen. Was allerdings angesichts eines Defizits von 1,823 Millionen Euro aus der Saison 2013/2014 eine Verbesserung von über 300.000 Euro darstellt. „Auch in diesem Bereich wird es weitere Maßnahmen geben müssen.

Weitere Einsparungen sind also nötig, das belegen die Zahlen, die Engelbracht präsentiert. „Solche Entscheidungen machen uns auf Vorstandsebene natürlich auch keinen Spaß. Wenn wir so nicht vorgehen, gerät der Verein irgendwann in Schieflage. Wir wollen Schaden vom Verein abwenden und schon jetzt die nötigen Maßnahmen für die Zukunft treffen“, rechtfertigt Engelbracht das Handeln des Vorstands.

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