Startseite / Fußball / Regionalliga / Regionalliga West / RWE: Zeiger macht den Unterschied

RWE: Zeiger macht den Unterschied

MSPW berichtet im kicker-Sportmagazin (13. November).

Die Zahlen sind eindeutig. Zwölf Treffer kassierte der Tabellendritte Rot-Weiss Essen in den ersten sechs Saisonspielen, nur noch sechs Gegentore waren es in den folgenden neun Partien. Seit inzwischen 312 Minuten, also mehr als fünf Stunden, musste RWE-Torhüter Niclas Heimann (23) gar nicht mehr hinter sich greifen.

Der wesentliche Unterschied: Bis zur 2:4-Derbypleite gegen den Neuling FC Kray, dem Tiefpunkt in dieser Saison, fehlte Philipp Zeiger (24) wegen eines Schlüsselbeinbruchs, den sich der Neuzugang vom Drittligisten Hallescher FC kurz vor dem Ende der Vorbereitung zugezogen hatte. Seit der baumlange Sachse (1,94 Meter) als Abwehrchef in der Innenverteidigung spielt, gab es keine Niederlage und kaum Gegentore mehr.

„Die gesamte Mannschaft hat sich stabilisiert, ich habe dazu nur meinen Beitrag geleistet“, sagt Zeiger im Gespräch mit „kicker“ und MSPW bescheiden. Allerdings richten sich seine Teamkollegen an ihm regelrecht auf. Der Ex-Siegener Richard Weber (23) fand nach Anlaufproblemen erst an Zeigers Seite zu seiner Form, Kapitän Mario Neunaber (32) kommt erst seit seiner Versetzung auf die rechte Abwehrseite besser zurecht und Torhüter Heimann, der auch ohne grobe Schnitzer an der Hafenstraße zunächst sehr kritisch gesehen wurde, gewann nach und nach an Sicherheit. „Die Kritik an Niclas war schon sehr, sehr hart – und aus unserer Sicht auch unberechtigt. Es ist für uns alle ein gutes Gefühl, dass ihn die Fans jetzt mehr und mehr akzeptieren“, so Zeiger.

Das bittere Kray-Spiel war für ihn auch der Knackpunkt im bisherigen Saisonverlauf. „Danach hat bei uns ein Umdenken stattgefunden. Trotz unserer herausragend besetzten Offensive können wir nicht in jedem Spiel drei oder vier Tore schießen, um zu gewinnen. Seitdem legen wir unser Augenmerk mehr auf die Defensivarbeit“, sagt der gebürtige Dresdner, der sich im Ruhrgebiet bestens eingelebt hat. Auch Lebensgefährtin Doreen fand als Erzieherin in einem Kindergarten einen Arbeitsplatz.

Wie schnell es gerade in Essen gehen kann, hat Philipp Zeiger in sehr kurzer Zeit bereits erlebt. „Vor zwei Monaten herrschte hier noch Untergangsstimmung, jetzt reden alle von Platz eins. Wir selbst tun gut daran, uns weiterhin nur auf das nächste Spiel zu konzentrieren“, betont er. Am Freitag ist allerdings mit einem Derbysieg gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf zumindest über Nacht der Sprung an die Spitze möglich. Zeiger: „Es ist unser Anspruch, unsere Heimspiele zu gewinnen.“

Das könnte Sie interessieren:

Nicht nur Preußen Münster blamiert sich im Westfalenpokal

Westfalenligist SpVgg Erkenschwick setzt sich im Elfmeterschießen 5:4 durch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.