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RW Essen: Pachtvertrag für Stadion unterschrieben

Nach zwei Jahren zäher Verhandlungen wurde Einigung erreicht.

Erst nach mehr als zwei Jahren zäher Verhandlungen ist der Pachtvertrag für das städtische Stadion Essen an der Hafenstraße unter Dach und Fach. Der West-Regionalligist Rot-Weiss Essen als Ankermieter, der Stadioneigentümer GVE (Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH) und der Stadionbetreiber, die Sportstätten Betriebsgesellschaft Essen mbH (SBG), unterschrieben kurz vor dem Jahreswechsel den schon bislang zwischen den Parteien gelebten Pachtvertrag mit einer zehnjährigen Laufzeit. „Die Vertragsinhalte sorgen für partnerschaftliches Miteinander, die Vertragslänge garantiert Planungssicherheit für den Verein als Ankermieter des Stadion Essen“, teilte der Verein mit.

Zu den Inhalten: Außer den Werberechten des Namensgebers des Stadions, der RWE Deutschland AG, sowie des Namensgebers der Haupttribüne, der Sparkasse Essen, die zur Finanzierung des Stadions beitrugen, erhält der Verein alle weiteren Medien- und Marketingrechte bei Freundschafts- und Pflichtspielen des Vereins zur eigenen kommerziellen Verwertung. Basierend auf den so erzielten Erlösen  errechnet sich die vereinbarte variable Pachthöhe, wodurch eine möglichst große Interessenharmonisierung zwischen Verein und Eigentümer erreicht wird.

Zehnjährige Laufzeit für Regionalliga, 3. Liga und 2. Bundesliga

Schon in der Regionalliga verpflichtet sich der Verein dabei dazu, aus allen stadionbezogenen Einnahmen, die eine Höhe von 3,8 Millionen Euro im Jahr übersteigen, eine Pacht in Höhe von 25 Prozent auf den definierten Bezugsumsatz zu entrichten. Die 3,8 Millionen Euro orientieren sich  dabei an der Umsatzhöhe, die im alten Georg-Melches Stadion erzielt werden konnten. Ab der 3. Liga zahlt der Verein dann eine Pacht in Höhe von zehn Prozent auf alle entsprechenden dem Bezugsumsatz zugerechneten Erlöse, wobei die Pacht nicht nur die Benutzung, sondern auch den Betrieb des Stadions jenseits der Spieltage abdeckt. Der Pachtvertrag hat zunächst eine Laufzeit von zehn Jahren und gilt sowohl für die Regionalliga, die 3. Liga und die 2. Bundesliga.

„Wir freuen uns, dass wir nach langen und intensiven, aber stets guten und partnerschaftlichen Gesprächen nun die Unterschrift unter den ausgehandelten Vertrag setzen konnten. Das Stadion ermöglicht es uns, entsprechende Erlöse zu erzielen, die vereinbarte Pacht stellt somit für uns entsprechend unserer wirtschaftlichen Erfolge eine angemessene Zahlung dar. Durch die variable und an die Erlöse geknüpfte Pacht werden wir in die Lage versetzt, weiter entsprechend einer solide wirtschaftlichen Planung zu agieren. Wir werden uns dabei als würdiger Ankermieter des Stadions erweisen und sicherlich mit unseren Fans auch sportliche Erfolge feiern“, so RWE-Vorsitzender Dr. Michael Welling.

Andreas Hillebrand, Geschäftsführer der GVE, ergänzt: „Das Stadion besticht durch eine einzigartige Architektur und hat sich schon in kurzer Zeit zu einem der beliebtesten Veranstaltungsorte in der Stadt Essen entwickelt. Dies gilt für Feiern, Symposien und Firmenveranstaltungen genauso wie für Konzerte, wir haben aber schon jetzt auch so manches Highlight im Bereich des Frauen- und Männerfußballs hier erleben dürfen. Als Ankermieter garantiert Rot-Weiss Essen mit seinen leidenschaftlichen und leidensfähigen Fans dabei eine zweiwöchige Auslastung des Stadions, die im ligavergleich deutschlandweit unübertroffen ist und uns alle positiv in die Zukunft blicken lässt. Für uns war es wichtig, hier partnerschaftlich eine langfristige Zusammenarbeit zu garantieren und den Vertrag so zu gestalten, dass Eigentümer und Ankermieter möglichst gleichgerichtete Interessen haben. Dies ist uns mit diesem Pachtvertrag auf jeden Fall gelungen.“

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