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Alem. Aachen siegt vor Rekordkulisse gegen RWE

Kevin Behrens sorgt für Führungswechsel in der Regionalliga West.

Der Traditionsverein Alemannia Aachen ist neuer Tabellenführer in der Regionalliga West. Vor der Rekordkulisse von 30.313 Zuschauern landete die Mannschaft von Trainer Peter Schubert im „Gipfeltreffen“ des 20. Spieltages einen 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten Rot-Weiss Essen und verdrängte die Gäste aus dem Ruhrgebiet von der Spitze.

Den umjubelten Siegtreffer für die Schwarz-Gelben erzielte Kevin Behrens (39.) in der Schlussphase der ersten Halbzeit per Kopfball. RWE-Abwehrspieler Richard Weber sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (74.).

Im Aachener Tivoli-Stadion wurde dabei ein neuer Zuschauerrekord für die fünfgleisige Regionalliga aufgestellt. Das Duell der beiden ehemaligen Bundesligisten, die sich 1953 in Düsseldorf sogar im DFB-Pokal-Finale gegenüber standen (2:1 für RWE), war mit den 30.313 Besuchern ausverkauft. Damit wurde die bisherige Viertliga-Bestmarke von 24.795 Zuschauern (beim Derby zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und RB Leipzig/1:3) aus der Saison 2012/2013 in der Regionalliga Nordost deutlich überboten.

Der alte Rekord für die Regionalliga West in ihrer aktuellen Form (seit 2012) lag bei 14.415 Besuchern, aufgestellt erst während der Hinserie dieser Saison beim Heimspiel von Zuschauermagnet RWE gegen die SG Wattenscheid 09 (6:0).

Essens Tim Hermes scheitert an der Latte

Die erste große Chance der Partie hatten die Gäste aus Essen, die von mehr als 5000 Anhängern begleitet wurden, bereits in der Anfangsphase. Einen fulminanten Fernschuss von RWE-Mittelfeldspieler Tim Hermes lenkte Aachens Torhüter Jonas Ermes (vertrat den nach einer Gelb-Roten Karte gesperrten Frederic Löhe) mit den Fingerspitzen an die Latte.

Auch in der Folgezeit blieben die Rot-Weissen über weite Strecken der ersten Halbzeit am Drücker, gingen aber trotzdem mit einem Rückstand in die Kabinen. Der Kopfball von Kevin Behrens (39.) nach einem Eckball von Tim Jerat schlug unhaltbar für RWE-Schlussmann Niclas Heimann im Essener Tor ein.

Nach der Pause versuchten die Gäste alles, um noch zum Ausgleich zu kommen. Die stärkste Offensive der Liga (42 Treffer) ging diesmal jedoch leer aus. Nach der Gelb-Roten Karte für Richard Weber (74.) hatte Sven Kreyer in Unterzahl die beste Chance zum 1:1, schoss aber freistehend über das Tor. Die Alemannia blieb auch im elften Heimspiel unbesiegt (29 von 33 möglichen Punkten), RWE musste sich erstmals auf fremdem Platz geschlagen geben.

RWE-Trainer Fascher: „Weiterhin alles offen“

„Beide Mannschaften haben sehr leidenschaftlich gespielt und dem Gegner keinen Zentimeter Boden gegeben“, analysierte Alemannia-Trainer Peter Schubert. Sein Essener Kollege Marc Fascher richtete gleich nach dem Abpfiff den Blick nach vorne: „Wir sind jetzt gegenüber der Alemannia zwar im Hintertreffen, aber bei 14 ausstehenden Spielen ist noch alles offen.“

Überschattet wurde das Spitzenspiel von einem tragischen Todesfall. Für einen 63-jährigen RWE-Fan, der während der Anreise im Sonderzug einen Herzinfarkt erlitten hatte, kam jede Hilfe zu spät. Er wurde zwar noch in ein Mülheimer Krankenhaus gebracht, sämtliche Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos.

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