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Essen: GVE gerät in Schieflage

Erklärung der Stadt: „Stadionbau kostete nicht 59 Millionen Euro“.

Laut einem Bericht der in Essen erscheinenden „NRZ“ ist die Städtische Grundstücksverwaltung der Stadt Essen (GVE) in eine finanzielle Schieflage geraten. So soll es bei der 100-prozentigen Stadttochter, der unter anderem das Stadion Essen an der Hafenstraße gehört, ein Finanzloch in Millionenhöhe geben. Grund dafür seien unter anderem auch gestiegene Bau- und Unterhaltungskosten für das Stadion, das vom West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen als so genannter Ankermieter und vom Frauen-Bundesligisten SGS Essen genutzt wird.

Nach „NRZ“-Informationen soll die Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft „Ernst & Young“ der GVE wegen einer „fehlenden positiven Unternehmens-Prognose“ den Jahresabschluss für 2013 verweigert haben. Wie es nun weitergeht, ist noch offen. Als Lösung ist ein Firmenumbau innerhalb der Stadt im Gespräch. So könnten alle städtischen Immobilien-Aufgaben unter dem Dach des „Allbau“ zentralisiert und so das Millionen-Minus bei der GVE aufgefangen werden.

Zu der Veröffentlichung, in der unter anderem auch von angeblichen Baukosten für das Stadion in Höhe von 59 Millionen Euro die Rede war, nahm die Stadt Essen am Dienstagnachmittag Stellung und dementierte diese Zahlen. Die Erklärung im Wortlaut:

„Baudezernentin Simone Raskob hat heute Oberbürgermeister Reinhard Paß über den aktuellen Stand bei der GVE informiert. Danach ergibt sich derzeit folgender Sachstand: Die finanzielle Situation der GVE wird inklusive des Themas Stadion Essen aktuell von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchleuchtet. Darüber und über die weiteren Schritte wird der Aufsichtsrat am Mittwoch beraten. Der Rat wird im März beteiligt.

Die in Rede stehende Summe von 59 Millionen Euro für den Bau des Stadions Essen ist nicht korrekt. Richtig ist, dass es im Rahmen des Jahresabschlusses 2009 zu außerordentlichen Aufwendungen in einer Größenordnung von rund 9,7 Millionen Euro kam, die im Zusammenhang mit dem Engagement bei Rot-Weiss Essen e.V. angefallen sind. Diese Aufwendungen stellen keine Baukosten dar. Vielmehr sollten mit diesen Kosten die wirtschaftlich notwendigen Rahmenbedingungen bei Rot-Weiss Essen e.V. geschaffen werden. Insbesondere durch die Ablösung der Verbindlichkeiten der MK-Medien-Gruppe gegenüber Rot-Weiss Essen und den Erwerb der Vermarktungsrechte sollte damals die Basis für eine positive Zukunftsentwicklung des Vereins geschaffen werden. Diese Zielrichtung war auch Gegenstand in zwei Ratsvorlagen aus den Jahren 2008 und 2009.“

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