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Galopp Mülheim: Derby-Vorprüfung am Raffelberg

Saisonauftakt am heutigen Samstag mit einem Hauch von Hamburg-Horn.

Es ist zumindest nicht ausgeschlossen, dass die Besucher bei der Saisoneröffnung am heutigen Samstag auf der Galopprennbahn in Mülheim (sieben Rennen, erster Start 12 Uhr) den kommenden Derbysieger zu Gesicht bekommen. Fünf der acht noch sieglosen Dreijährigen, die in dem mit 8.750 Euro dotierten „Preis der Galopprennbahn Mülheim-Raffelberg“ über 2.200 Meter an den Start gehen, besitzen eine Nennung für das Derby („Blaues Band“) am 5. Juli in Hamburg-Horn.

Der Kölner Erfolgstrainer Peter Schiergen (Foto), der das Rennen der Rennen bereits viermal gewinnen konnte, bietet gleich zwei seiner Schützlinge auf. Der Hengst Hot Beat absolviert am Raffelberg unter Spitzenjockey Andrasch Starke (Köln/sechs Siege im Derby) seinen zweiten Jahresstart. Der Debütant Night Hawk wird von Schiergens Sohn Dennis geritten. Beide kommen für das Derby in der Hansestadt in Frage.

Mit dem ersten Saisonstart von Hot Beat aus dem Besitz des Gestüts Ammerland war Trainer Schiergen nicht unzufrieden. Auf der Galopprennbahn im französischen Maisons-Laffitte hatte der Hengst die Geldränge in einem mit 12.500 Euro dotierten Rennen über 2.000 Meter als Sechster nur knapp verpasst. „Das sah schon recht gut aus“, meint Schiergen. „Die 200 zusätzlichen Meter Renndistanz in Mülheim dürften ihm noch mehr entgegen kommen.“

Für den Stall Hornoldendorf des Großindustriellen Arend Oetker (Berlin) schickt Schiergen Night Hawk in dessen erstes Rennen überhaupt. „Er ist noch grün hinter den Ohren und muss lernen. Die Trainingsleistungen waren gut. Jetzt soll er im Rennen zeigen, was er kann“, sagt der Trainer des Asterblüte-Stalls in Köln-Weidenpesch. Sohn Dennis kennt Night Hawk bereits aus dem Training.

Zu den stärksten Konkurrenten von Hot Beat und Night Hawk gehört der von Andreas Wöhler (Gütersloh) für das Gestüt Karlshof (Gernsheim) vorbereitete The Artist. Für den Hengst mit Derby-Nennung ist der Auftritt am Raffelberg ebenfalls der erste Start seiner Laufbahn. Die Stallform bei Wöhler ist exzellent. Von 14 Startern in diesem Jahr auf deutschen Rennbahnen kehrten nicht weniger als neun siegreich in den Stall zurück. Siebenmal hieß der Jockey dabei Jozef Bojko (Gütersloh) – und genau dem hat Wöhler auch The Artist anvertraut. „Der Hengst ist ein feines Pferd. Er soll sich nun die nötige Routine holen“, gibt Wöhler die Marschroute vor.

Ebenfalls noch zu den insgesamt 53 verbliebenen Derby-Kandidaten gehört Scaramuz, der in Bergheim von Jean-Pierre-Carvalho für das Gestüt Schlenderhan trainiert wird. Wie schon bei seinem ersten Auftritt 2015 (Rang sieben in Bremen) wird der Hengst von Ex-Champion Filip Minarik (Köln) geritten. Eine Derby-Hoffnung aus dem Kölner Stall von Trainer Waldemar Hickst heißt Novano. Für das Gestüt Ittlingen (Werne) geht der Debütant in Mülheim mit dem belgischen Jockey Stephen Hellyn ins Rennen.

Exakt 99 Siege in der abgelaufenen Saison bescherten dem niederländischen Top-Jockey Adrie de Vries das Deutsche Jockey-Championat. In Mülheim fühlt sich der „Fliegende Holländer“ besonders wohl. Kaum ein Renntag am Raffelberg vergeht, an dem de Vries nicht mindestens einmal zur Siegerehrung gerufen wird. Im „Preis der Galopprennbahn Mülheim-Raffelberg“ will er den fünf Derby-Kandidaten mit dem Wallach Lips Areios aus dem Trainingsquartier von Andreas Löwe (Köln) Konkurrenz machen.

Aus Köln reist der Wallach Meqlaam an, der von Karl Demme trainiert und von Daniele Porcu (Düsseldorf) geritten wird. Einzige Stute im Achter-Feld ist Fair of Face. Der gebürtige Portugiese Carlos Manuel Azvedo Gaspar bereitet sie in Belgien auf die Rennen vor. Als Jockey wurde der Belgier Koen Clijmans verpflichtet, der unweit der Rennbahn in Mülheim wohnt.

Ex-Fußballer Markus Münch mischt in Mülheim mit

Mit dem FC Bayern München wurde er zweimal Deutscher Meister und einmal DFB-Pokalsieger: Heute trainiert der ehemalige Fußball-Profi Markus Münch, der unter anderem auch für Bayer 04 Leverkusen, den 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am Ball war, Galopprennpferde. Als Besitzertrainer („Stall 11 Freunde“) ist der 42-Jährige in Frankfurt tätig. Sein Schützling Darco, im letzten Jahr bei sieben Starts einmal siegreich, absolviert am Raffelberg seinen ersten Saisonstart im mit 8.000 Euro dotierten „Preis des 4 Sterne Hotel am Ruhrufer Business & Golf“ über die 2.000 Meter-Distanz.

Dabei trifft er unter Adrie de Vries auf nicht weniger als zwölf Konkurrenten. „Mal sehen, was Darco bei seinem Jahresdebüt drauf hat“, gibt sich Münch zurückhaltend.

 

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