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Faktencheck: Duell zweier Zuschauermagneten

Dynamo Dresden empfängt Aufstiegsaspiranten MSV Duisburg.

Drittligist MSV Duisburg ist nach zwei Jahren Abstinenz auf einem guten Weg zurück in Richtung 2. Bundesliga. Am Sonntag (ab 14 Uhr, Livestream auf MDR.de) gastiert die Mannschaft von MSV-Trainer Gino Lettieri bei Dynamo Dresden.

Die Duisburger „Zebras“ belegen mit 59 Punkten den dritten Rang (Relegationsplatz), sind seit fünf Begegnungen in der Meisterschaft ungeschlagen. Vor Duisburg stehen nur Holstein Kiel (60) und Spitzenreiter Arminia Bielefeld (65). Allerdings mischt der Tabellenvierte Stuttgarter Kickers (58) auch noch im Aufstiegsrennen mit.

Für Dynamo Dresden (44) geht es in den verbleibenden fünf Saisonspielen lediglich um eine möglichst gute Platzierung. Nach der Hinrunde hatten sich die Sachsen noch Hoffnungen auf den Aufstieg gemacht, nun rangiert die SGD auf Platz elf. Die Mannschaft von Interimstrainer Peter Nemeth, der in der kommenden Saison von Uwe Neuhaus abgelöst wird, weist zwölf Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone auf. Der Rückstand auf den Tabellendritten und nächsten Gegner MSV Duisburg beträgt allerdings auch schon 15 Punkte. Das „Spiel der Woche“ in der 3. Liga im Faktencheck.

Torjäger-Duell: Dresden und Duisburg stellen jeweils einen der besten Torschützen der 3. Liga. Justin Eilers belegt zusammen mit Zlatko Janjic vom MSV den dritten Rang in der Torjägerliste. Die beiden Stürmer markierten in der laufenden Saison 15 Treffer für ihre Vereine. Häufiger haben nur noch Fabian Klos (Arminia Bielefeld/19) und Anton Fink (Chemnitzer FC/16) getroffen. Auch MSV-Stürmer Kingsley Onuegbu hat mit elf Toren maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Saison der „Zebras“.

Zuschauerandrang: Gegen Aufstiegsaspirant MSV Duisburg wird im Dresdner Stadion wieder ein hoher Zuschauerandrang erwartet. Im Durchschnitt besuchten in der aktuellen Spielzeit 22.508 Zuschauer die Heimspiele von Dynamo. Damit führen die Gelb-Schwarzen die Zuschauertabelle der Liga an. Die „Zebras“ liegen auf Rang drei (11.897 Zuschauer). Zwischen den beiden Traditionsvereinen steht Spitzenreiter Arminia Bielefeld auf Platz zwei (13.367 Zuschauer).

Personallage: Duisburg kann in Dresden wieder auf Stammtorwart Michael Ratajczak zurückgreifen. Der 33-jährige Routinier hatte in der Partie beim VfB Stuttgart II (2:1) wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen. Gegen den FC Energie Cottbus (3:2) wurde er deshalb von Ersatztorhüter Marcel Lenz vertreten. „In Dresden erwartet uns eine starke Kulisse und heiße Atmosphäre. Dynamo will sich nach einer komplizierten Saison dem Publikum und auch dem künftigen Trainer Uwe Neuhaus von der besten Seite zeigen. Das wird eine richtig große Herausforderung für uns“, sagt Ratajczak gegenüber MSPW. SGD-Interimstrainer Peter Nemeth muss ohne Jannik Müller auskommen. Der 21-Jährige Abwehrspieler hatte sich bei Fortuna Köln (0:1) die fünfte Gelbe Karte eingehandelt.

Jugend trifft Erfahrung: Mit einem Durchschnittsalter von 26,1 Jahren gehört das Aufgebot des MSV Duisburg zu den erfahrensten Teams der Liga. Nur der SC Preußen Münster (27,8), Tabellenführer Arminia Bielefeld (27,3), der VfL Osnabrück (26,4) und Fortuna Köln (26,3) liegen noch darüber. In Dresden hat Sport-Chef Ralf Minge einen vergleichsweise jugendlichen Kader (24,0 Jahre) zusammengestellt. Diesen Wert unterschreiten nur die drei U 23-Mannschaften aus Dortmund (21,4), Mainz (22,0) und Stuttgart (22,5) sowie die SpVgg Unterhaching (22,3).

Ausgeglichene Bilanz: Insgesamt gab es bisher 13 Aufeinandertreffen der beiden Vereine. Dabei duellierten sich Dresden und Duisburg schon in der 1. und 2. Bundesliga sowie in der 3. Liga. Die direkte Bilanz ist ausgeglichen: Dynamo siegte viermal, fünfmal trennten sich die Vereine mit einem Unentschieden, viermal setzten sich die „Zebras“ durch. Die torreichste Partie war ein 4:2 für die Dresdner in der Saison 1994/1995 (1. Bundesliga). Das Hinspiel in Duisburg endete 0:0.

 

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