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Galopp: Kleine Ishita war am Raffelberg die Größte

Bolte-Stute triumphiert nach Bilderbuch-Rennen.

Die Kleinste war beim After-Work-Renntag auf der Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg vor rund 3.500 Zuschauern die Größte. In dem mit 8.000 Euro dotierten „Pfingstpreis Mülheim Raffelberg“ triumphierte Ishita (Bildmitte) für Trainer Dr. Andreas Bolte (Lengerich) sowie für die Besitzer Regina und Andreas Hacker (Georgenthal). Zum Totokurs von 100:10 ließ die vierjährige Stute unter dem aus dem brasilianischen Sao Paolo stammenden Leichtgewichts-Jockey Francisco Franco da Silva ihre körperlich teilweise deutlich überlegenen acht Konkurrenten hinter sich.

„Es war ein Bilderbuch-Rennen“ freute sich Bolte. „Es hat alles optimal gepasst. Bei ihrem Saisondebüt war sie in Düsseldorf Siebte. Diesen Start hatte sich benötigt. Da die Stute recht zierlich ist, bekommt sie nun erst einmal drei bis vier Wochen Pause.“

Dreieinhalb Längen hinter der sicheren Siegerin, die lange im Feld versteckt worden war, belegte der haushohe 423:10-Außenseiter Alshazah (Trainer: René Jansen/NL) den zweiten Platz. Rang drei ging an Simplon (49:10), der in Bremen von Pavel Vovcenko vorbereitet wird. Jockey war Lokalmatador Michael „Miky“ Cadeddu (Mülheim), für den es die beste Platzierung beim After-Work-Renntag war.

Nicht nach Plan verlief der „Pfingstpreis Mülheim Raffelberg“ für den 16:10-Favoriten Divisonal, der beim ersten Renntag am Raffelberg in diesem Jahr noch siegreich war. Mit dem niederländischen Spitzenjockey Adrie de Vries (NL/mit 99 Siegen deutscher Champion 2014) landete der Schützling des niederländischen Trainers Christian Johannes Maria Wolters diesmal „nur“ auf Platz vier.

Fünf richtige Tipps in der Viererwette

Mit einem niederländischen Sieg endete das Viererwette-Rennen (6.200 Euro). Willi Knuiman, der seine Pferde in Boxmeer trainiert, freute sich über den Erfolg seines Schützlings Fine Altomis zum Totokurs von 94:10. Die Viererwette mit einer garantierten Auszahlung von 16.666 Euro komplettierten Fladin (111:10, Trainerin: Sarah Weis/Köln), Quezon (360:10, Rudolf Storp/Beelen) und Kiowa (47:10, Dr. Renate Fries-Jung/Hannover).

Diesen Einlauf hatten gleich fünf Wetter auf ihrem Tippzettel – einer davon war auf der Rennbahn. Auf Basis von zehn Euro Einsatz hätte die Viererwette, in der allein mehr als 35.000 Euro umgesetzt wurden, stattliche 141.375 Euro gezahlt. Die fünf glücklichen Tipper trafen die Wette mit je 50 Cent und durften sich so über jeweils 7.068 freuen.

Löwe schnappt im Stutenrennen zu

In einem Rennen für dreijährige sieglose Stuten, dem mit 6.000 Euro dotierten „Theater an der Ruhr – Preis der Weißen Nächte 2015“, schnappte der Kölner Galopper-Trainer Andreas Löwe“ zu. Seine Stute Lutania kam beim zweiten Start zum ersten Sieg. Martin Seidl (Köln) war Jockey der Siegerin, die auch eine Nennung für das Stuten-Derby („Henkel-Preis der Diana“) am 2. August in Düsseldorf besitzt. „Sie ist noch grün hinter den Ohren“, meint Löwe. „Ich hatte gehofft, dass sie noch ein wenig deutlicher gewinnt. Wir gehen jetzt in ein höher dotiertes Rennen – voraussichtlich in Düsseldorf oder Hannover – und schauen, wie sich Lutania weiterentwickelt.“

Dabei könnte sie erneut auf Gowana (Trainer: Andreas Wöhler/Gütersloh) oder Mascarena (Markus Klug/Heumar) treffen, die sie am Raffelberg auf die Plätze zwei und drei verwies. Auch Gowana und Mascarena besitzen noch eine „Diana“-Nennung.

Bei acht Rennen am Mülheimer Raffelberg wurden insgesamt 120.748 Euro umgesetzt. Anteil der Außenwetten: 80.070 Euro.

Die dritte Veranstaltung in diesem Jahr geht am Samstag, 11. Juli, über die Bühne. Der von der Sparkasse Mülheim unterstützte Volksrenntag zieht traditionell die Massen an.

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