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BVB verteidigt U 17-Titel – 4:0 beim VfB

„Joker“ Serra trifft doppelt – Auch Fritsch und Passlack erfolgreich.

Borussia Dortmund ist erneut Deutscher B-Junioren-Meister. Durch einen 4:0 (0:0)-Finalsieg in Großaspach gegen Gastgeber VfB Stuttgart verteidigte die Mannschaft von BVB-Trainer Hannes Wolf ihren Titel erfolgreich. Dieses Kunststück war in der 39-jährigen Geschichte der B-Junioren-Endspiele zuvor nur dem VfB (1994 und 1995) gelungen.

Mit drei Treffern innerhalb von nur sieben Minuten stellten Innenverteidiger Patrick Fritsch (51.), der eingewechselte Janni-Luca Serra (55.) und Kapitän Felix Passlack (59.) in der zweiten Halbzeit für den West-Meister die Weichen auf Sieg. Erneut Junioren-Nationalstürmer Serra (66.) setzte den Schlusspunkt.

Während sich die Dortmunder bei ihrer insgesamt elften Finalteilnahme zum sechsten Mal die nationale U 17-Krone aufsetzten, verpassten die Schwaben, die bereits zum 14. Mal im Endspiel standen, die mögliche achte Meisterschaft. Zusätzliches „Bonbon“ für den alten und neuen Meister: Der BVB sicherte der West-Staffel durch den erneuten Titelgewinn auch noch den zweiten Startplatz für die B-Junioren-Endrunde 2016.

Hannes Wolf: „Erneuter Titelgewinn ist unfassbar“

„Das Finale 4:0 zu gewinnen und zum zweiten Mal hintereinander Deutscher Meister zu werden, ist Wahnsinn und unfassbar“, geriet Dortmunds zweimaliger Meistertrainer Wolf, der in der kommenden Saison die U 19 des BVB betreuen wird, nach dem Triumph im Interview mit DFB-TV ins Schwärmen. „In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt, doch nach der Pause haben die Jungs alles hervorragend umgesetzt.“

Sein Stuttgarter Kollege Domenico Tedesco meinte gegenüber DFB-TV: „Bis zum 0:1 waren wir voll im Spiel. Nach dem Rückstand mussten wir dem BVB dann aber mehr Räume geben. Das haben die Dortmunder sofort genutzt. Wir können trotz der Niederlage stolz auf unsere Saison sein.“

Guarino nach Sprunggelenkverletzung wieder fit

Beide Trainer hatten ihre Startformation gegenüber den Halbfinalrückspielen leicht umgestellt. Beim VfB, der sich als Titelträger in der Staffel Süd/Südwest der B-Junioren-Bundesliga für die Endrunde qualifiziert hatte, meldete sich Linksverteidiger Cedric Guarino nach überstandener Sprunggelenkverletzung wieder fit und erhielt vom scheidenden Trainergespann mit Domenico Tedesco und Ex-Nationalspieler Andreas Hinkel das Vertrauen. Für Guarino blieb Max Weber zunächst auf der Bank.

Bei den Dortmundern durfte Dario Scuderi nach seinem Doppelpack beim 2:1-Halbfinalsieg in Leipzig diesmal ebenso von Beginn an spielen wie Niklas Sewing. Dafür mussten Berkant Güner und Junioren-Nationalspieler Janni-Luca Serra weichen. Beide wurden allerdings schon kurz nach der Pause eingewechselt und trugen dann auch entscheidend zur erfolgreichen Titelverteidigung bei.

Erste Chance für Passlack nach wenigen Sekunden

Felix Passlack, der ebenso wie Patrick Fritsch und Spielmacher Dzenis Burnic schon 2014 beim Dortmunder Titelgewinn durch ein 2:1 bei RB Leipzig dabei war, hatte vor 7196 Zuschauern schon nach wenigen Sekunden den Führungstreffer auf dem Kopf. VfB-Torhüter Philipp Köhn fing den Ball aber mühelos ab. Wenig später tauchte Christian Pulisic nach einer Flanke von Passlack frei vor dem Stuttgarter Gehäuse auf, bekam die Kugel aber nicht richtig unter Kontrolle.

In einer insgesamt recht ausgeglichenen Partie, die von Beginn an auf technisch hohem Niveau stand, kamen die Gastgeber aus Schwaben im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit besser ins Spiel, konnten sich aber nur wenige hochkarätige Tormöglichkeiten erarbeiten. Die besten Gelegenheiten hatten noch Cedric Guarino mit einer scharfen Linksflanke sowie Mittelfeldspieler Georgios Spanoudakis und Angreifer Dylan Akpess Esmel, die das Dortmunder Gehäuse jeweils nur knapp verfehlten. Auf der Gegenseite zielte Dzenis Burnic bei einem Fernschuss etwas zu hoch.

Mit drei Wechseln sorgt BVB für frischen Wind

Nachdem zu Beginn der zweiten Halbzeit beide Mannschaften zunächst unverändert auf das Spielfeld zurückgekehrt waren, gab BVB-Trainer Wolf nach knapp 50 Minuten mit gleich drei Wechseln das Signal. Janni-Luca Serra, Berkant Güner und Sahin Kösecik kamen neu in die Partie – und sorgten sofort für frischen Wind.

Der erste Treffer fiel dann nach einer Standardsituation. Nach einem Freistoß von Felix Passlack bekamen die Stuttgarter den Ball nicht aus der Gefahrenzone, so dass der aufgerückte Abwehrspieler Patrick Fritsch (51.) am langen Pfosten einköpfen konnte.

„Joker“ Serra glänzt mit Doppelpack und Vorlage

Dann ging es Schlag auf Schlag. Nachdem Dylan Akpess Esmel mit einem Drehschuss nur wenige Sekunden nach dem ersten Gegentreffer den möglichen Ausgleich verpasst hatte, schlugen die Dortmunder eiskalt zu und sorgten innerhalb weniger Minuten für die Entscheidung.

Nach einem maßgeschneiderten Zuspiel des überragenden Passlack enteilte „Joker“ Janni-Luca Serra der VfB-Abwehr, umkurvte noch Torhüter Köhn und traf zum 2:0 (55.). Umgekehrt lief es wenig später: Serra legte per Kopf vor, Passlack vollendete zum 3:0 (59.). Kurios dann der Treffer zum Endstand (66.): Erneut war es Serra, der mit einem Kopfball über Köhn hinweg zunächst den Pfosten traf, den Ball dann aber im Nachsetzen doch noch über die Linie beförderte. Gegenspieler Manuel Kober hatte erneut das Nachsehen.

Weitere Treffer blieben in der Schlussphase aus. Bei der Siegerehrung durch Christian Pothe, Vorsitzender des DFB-Jugendausschusses, und DFB-Direktor Ulf Schott kannte der Jubel der Borussen dann keine Grenzen mehr.

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