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Galopp in Köln: Shimrano bleibt auf Derby-Kurs

14.200 Zuschauer sehen Favoritentriumph in der „Union“.

14.200 Zuschauer sahen am Sonntag bei strahlendem Sommerwetter auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch einen der Favoriten für das IDEE 146. Deutsche Derby in drei Wochen (5. Juli) in Hamburg-Horn: Im 180. Oppenheim-Union-Rennen (70.000 Euro, 2.200 Meter) triumphierte erwartungsgemäß der von Paul Harley in Hannover für Australia Racing Stables trainierte 18:10-Favorit Shimrano (Foto) unter dem aus Holland stammenden deutschen Championjockey Adrie de Vries.

Nach seinen vorherigen Leistungen stand der Sohn der hiesigen Deckhengst-Legende Monsun in exponierter Rolle bei den Wettern. Und mit einer großen kämpferischen Leistung wurde der Dreijährige seiner Einschätzung auch vollauf gerecht.

Hinter dem Co-Favoriten Nutan hatte Shimrano gleich eine sehr günstige Ausgangsposition. Schon früh auf der Zielgeraden folgte die erste Attacke des Hoffnungsträgers, der scheinbar locker in Front zog. Aber Nutan wehrte sich innen tapfer und fand es etwas eng vor (eine Überprüfung des Rennverlaufs blieb aber ohne weitere Konsequenzen). Dann drehte weiter außen der von Jens Hirschbeger in Mülheim trainierte Areo (75:10) mächtig auf. Aber Shimrano, der ein wenig nach innen wich, legte noch einmal in starker Manier zu und kam mit einer dreiviertel Länge Vorsprung sicher zu diesem mit 40.000 Euro honorierten Erfolg in dem bedeutendsten Derby-Test.

Jockey Adrie de Vries, der Shimrano nun wahrscheinlich auch im „Blauen Band“ am 5. Juli reiten wird, in einem ersten Kommentar: „Der Start hier war wichtig für seine Routine und den Rhythmus. Fit ist Shimrano nun genug. Der Boden war schon grenzwertig für ihn. Eine weiche Bahn wäre besser gewesen. Alles hat bestens funktioniert.“

Trainer Paul Harley kommentierte: „Die Vorbereitung war sehr gut. Ich hatte eine Top-Leistung erwartet. Heute lief er zum ersten Mal auf einem Rechtskurs. Ich glaube, er kann noch einen weiteren Sprung in Richtung Derby machen.“

Areo unterlag in allen Ehren und ist sicherlich ebenfalls ein Derby-Pferd. Der Dritte Nutan wehrte sich bis zuletzt, konnte innen einen Moment nicht unterstützt werden, da es sehr eng war, aber auch er verkaufte sich wacker. Auch er gilt als veritable Hamburg-Hoffnung.

Überraschend gut schlug sich der ebenfalls von Jens Hirschberger trainierte 254:10-Außenseiter Summer Paradise, der sich unter dem italienischen Jockey Michael Cadeddu (Mülheim) noch das vierte Geld in Höhe von 4.000 Euro schnappte.

Einen weiteren zweiten Platz für Hirschberger gab es in Köln durch die dreijährige Stute Tina Maria (50:10) im Max-von-Oppenheim-Gedächtnispreis um 8.750 Euro.

Auch in Hannover landete die vierjährige Hirschberger-Hoffnung Global Wand, die ebenfalls dem Gestüt Ittlingen von Manfred Ostermann und Janet Leve-Ostermann gehört, in einem Stutenrennen um 25.000 Euro als 276:10-Außenseiterin auf dem Ehrenplatz (Prämie 6.500 Euro). Sie musste sich nur der 19:10-Favoritin Wunder geschlagen geben. Als Trainer zeichnet Champion Markus Klug (Köln-Heumar) verantwortlich. (mspw)

Foto-Copyright: Marc Rühl/German Racing

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