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Nach Bürgerentscheid in Frankfurt: DFB-Akademie kann gebaut werden

Mehrheit für Erhalt der Rennbahn – Aber Wahlbeteiligung zu gering.

Die zukünftige Akademie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kann wie geplant auf dem bisherigen Gelände des Frankfurter Galopprennbahn gebaut werden. Bei einem von der Initiative „Pro Rennbahn“ erzwungenen Bürgerentscheid stimmten laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Stadt Frankfurt zwar 61 Prozent der Teilnehmer für den Erhalt der Rennbahn im Ortsteil Niederrad und nur 39 Prozent dagegen. Allerdings wurde das notwendige Quorum von insgesamt 124.389 Ja-Stimmen dabei deutlich verfehlt.

„Nur“ 103.096 gültige Stimmen wurden abgegeben, damit lag die Wahlbeteiligung lediglich bei 20,9 Prozent. Für den Erhalt der Rennbahn stimmten 62.900 Frankfurter Bürger, 40.196 dagegen. Damit ist der Bürgerentscheid für die Frankfurter Stadtverordneten-Versammlung nicht bindend. Das Stadtparlament hatte im Oktober 2014 beschlossen, das Gelände dem DFB zum Bau seiner Akademie zur Verfügung zu stellen. Außerdem soll dort ein Bürgerpark entstehen.

Der Deutsche Fußball-Bund veröffentlichte dazu die Stimmen seiner wichtigsten Repräsentanten:

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: „Das heutige Ergebnis bestätigt die Entscheidung des Magistrats, der sich mit deutlicher Mehrheit für den Bau der DFB-Akademie ausgesprochen hat. Es wurden mehr als 40.000 Stimmen für die DFB-Akademie abgegeben, gegen das Projekt haben insgesamt gesehen nur etwas mehr als 10 Prozent der Wahlberechtigten votiert. Die große Mehrheit der Frankfurter ist den Aussagen der Bürgerinitiative also nicht gefolgt. Ich gehe davon aus, dass die Rennbahnbefürworter die klare Entscheidung der Bürger respektieren, so wie wir es im umgekehrten Fall auch getan hätten.“

Generalsekretär Helmut Sandrock: „Wir haben von Beginn an gesagt, dass wir in Frankfurt bleiben möchten und keinen Plan B verfolgen. Es freut uns deshalb umso mehr, dass so viele Bürger unserer transparenten Informationslinie und den guten Sachargumenten gefolgt sind. Der Mehrwert einer Akademie und eines öffentlichen Bürgerparks hat die Frankfurter letztlich davon überzeugt, das Bürgerbegehren scheitern zu lassen.“

Oliver Bierhoff, Manager der Nationalmannschaft: „Das NEIN der vielen Frankfurter bei diesem Bürgerentscheid war ein JA für die Zukunft des Fußballs in Deutschland. Der Zuspruch gibt diesem Leuchtturmprojekt weiteren Rückenwind und bestärkt uns darin, immer auf den Standort Frankfurt und auf eine transparente Kommunikation unserer Pläne gesetzt zu haben. Wir werden die inhaltliche Konzeption der Akademie und die Realisierung der innovativen Ideen weiter konsequent vorantreiben.“

Sportdirektor Hansi Flick: „Ich freue mich, dass so viele Frankfurter erkannt haben, wie wichtig dieses Projekt für die Entwicklung unserer Talente und die Ausbildung der Trainer ist. Mit diesem klaren Votum gegen das Bürgerbegehren ist der Weg für eine DFB-Akademie frei, in der wir unser umfangreiches Fußball-Wissen bündeln und neuen Ideen entwickeln können, die uns in der Spitze langfristig konkurrenzfähig halten und die der gesamten Basis zugute kommen.“

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