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Galopp MH: Spaziergang für Derby-Zweiten Lucky Lion

Jockey Andrasch Starke: „Mühelos zwei Gänge höher geschaltet“

Trainieren oder einfach Lucky Lion noch mal in ein Rennen schicken? Vor dieser Frage stand der Kölner Galopper-Trainer Andreas Löwe (auf dem Foto rechts). Er entschied sich ein Rennen am Samstag auf der Rennbahn am Mülheimer Raffelberg. „Das hat gut getan“, strahlte Andreas Löwe nach einem mühelosen Spaziergang des letztjährigen Derby-Zweiten.

Geldwechseln war für die Wetter angesagt. Denn am Toto gab es zehn Euro für zehn Euro Einsatz zurück. Jockey Andrasch Starke aus Köln (auf dem Foto links) war zufrieden. „Ich habe auf der Zielgeraden mühelos zwei Gänge höher geschaltet. Alles lief ohne Probleme ab. Lucky Lion ist optimal für den mit 155.000 Euro dotierten Großen Dallmayr-Preis am 26. Juli in München Riem vorbereitet, bei dem er als Titelverteidiger antreten wird.“

Lucky Lion hatte am Mülheimer Raffelberg nur drei Gegner in dem mit 4.000 Euro dotierten Rennen („Preis der Roten Bank“). Gleich nach dem Start beorderte ihn Andrasch Starke nach vorne, wo er das zügige Tempo nach Belieben bestimmte. Mitte der Zielgeraden „tickte“ Starke den vierjährigen Hengst ein wenig an. Schon schienen die drei anderen Teilnehmer geradezu stehen zu bleiben.

Am besten hielt sich auf dem zweiten Platz noch German Rules mit dem niederländischen Spitzenjockey Adrie de Vries im Sattel. Trainiert wird German Rules von Yasmin Almenräder am Mülheimer Raffelberg. Rang drei ging an Jule mit Daniele Porcu (Düsseldorf). Kathleen Frances, geritten von Rebecca Danz (Weilerswist), war lange Zeit auf Rang zwei zu sehen, kam aber erst als viertes Pferd ins Ziel.

Lucky Lion, der mit einer Gewinnsumme von 381.000 Euro ins Rennen gegangen war und nach Meinung der Fachzeitung „Sport-Welt“ kilometerweit über der Konkurrenz stand, verdiente für seinen Besitzer Gerd Mosca (Gestüt Winterhauch), heute Rentner, davor Inhaber einer Maschinenfabrik in Odenthal, weitere 2.000 Euro hinzu. Ein Taschengeld, aber immerhin eine bezahlte Trainingseinheit für den vierjährigen Hengst.

Siegjockey Andrasch Starke, der schon das Auftaktrennen am Sparkassen-Volksrenntag, zu dem mehr als 10.000 Zuschauer gekommen waren, mit der ebenfalls deutlich favorisierten vierjährigen Stute Laya (15:10) für sich entschieden hatte, geht nun mit großem Optimismus in den Dallmayr-Preis in München. „Das Rennen in Mülheim hat er noch nötig gehabt. Er ist prächtig auf dem Posten.“

Das war vor einigen Wochen noch anders. Bei seinem Jahresdebüt in Frankreich war Lucky Lion völlig untergegangen. Später ergab sich: Er litt unter einer Infektion, die das damalige Versagen erklärte. Trainer Andreas Löwe: „Wir sind jetzt wieder da, wo wir hinwollten.“

 

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