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Dinslaken: „Bahn wird totgeredet“

Trabrennvereins-Vorsitzender ereifert sich.

Da gingen mit ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Pferde durch. Theo Lettgen,  Vorsitzender des Trabrennvereins in Dinslaken, ereiferte sich bei einer Führung von Gästen auf der Rennbahn am Bärenkamp: „Unsere Rennbahn wird bewusst totgeredet.“

Was Lettgen, dessen Vater 1954 zu den Mitbegründern des Trabrennvereins am Bärenkamp gehörte, so in Rage bringt: Seit geraumer Zeit ist immer wieder die Rede  von einer Umgestaltung des Rennbahn-Areals: Mitten drin ein See, am Rande schicke Eigenheime.

Lettgen wittert „Geschäftsschädigung und finstere Allianzen“ und glaubt an Master-Planspiele in offiziellen, auch städtischen Kreisen.

Von ungefähr kommen diese Planspiele nicht. Die Bahn am Bärenkamp, die einst zu den umsatzstärksten in ganz Deutschland gehörte und jährlich oft mehr als 80 Renntage ausrichtete, veranstaltet jetzt gerade noch 16 mal im Jahr. Aktuell wird mal wieder eine Pause eingelegt. Trabrennen soll es am Bärenkamp erst wieder am 21. September geben. Zu wenige Einnahmen, starker Besucherrückgang, dramatisch gesunkene Rennpreise und zu wenig Geld in der Kasse des Rennvereins! Die Probleme häufen sich. Da, wo früher Ställe für die Rennpferde standen, stehen inzwischen schmucke Häuser. Eine Wende für den Bärenkamp, dessen Unterhalt vom Rennverein auf Dauer kaum zu bezahlen sein dürfte, ist nicht in Sicht, auch wenn das den Einzelkämpfer Lettgen, einen der letzten „wackeren Aufrechten des Trabrennsports in Dinslaken“, einen gelernten Buchhalter, fürchterlich ärgert.

 

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