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Promi-Friseur aus Bocholt: Schneller Ferrari

Trab: Heute geht es in Berlin um das Derby und 225.068 Euro.

Wenn nicht heute, wann dann? Das wird sich der aus Bocholt stammende Promi-Friseur Roman Thomaskamp, durch seinen sulkyerfahrenen Vater im Trabrennsport „vorbelastet“ und inzwischen in Zürich ansässig, vor dem Start zum 120. Deutsche  Traber-Derby in Berlin-Mariendorf denken. Zusammen mit seinen niederländischen Partnern Leendert und Willem Gerrits schickt Thomaskamp nämlich ein äußerst schnelles „Geschoss“ in das mit 225.068 Euro höchstdotierte deutsche Trabrennen. Sein Name: Ferrari Kievitshof. Seine Empfehlung: Fünf Siege in Serie, Erfolgsfahrer Robin Bakker (32/Deurze/NL, Foto) im Sulky und immer ganz nah dabei Trainer Paul Hagoort  (37) aus dem westfriesischen Oldetrijne/NL.

„Ferrari fahren macht Spaß“ hat Fahrer Robin Bakker denn auch einen guten Spruch drauf. Ungeschlagen ins Derby gehen, das kommt nicht alle Jahre vor. Und wenn Ferrari Kievitshof seine Vorlaufleistung, die er mühelos und ohne jedes Problem überlegen hinlegte, heute in Berlin bestätigen kann, müsste er allererste Chancen haben, seine blütenweiße Weste zu behalten. 107.534 Euro gibt es für die Besitzer des Derby-Siegers 2015. Soviel Geld landet im Friseurgeschäft auch nicht jeden Tag in der Kasse.

Aber noch liegt die Renndistanz von 1.900 Metern vor allen zwölf Kandidaten, ausnahmslos dreijährige Hengste.  Einiges dürfte sich auch der niederländische Trainer Arnold Mollema (66, Wolvega) ausrechnen. Flashback brachte Cash Hanover die bisher einzige Niederlage bei. Mollema hat Derby-Erfahrung, gewann mit Unforgettable und Expo Express bereits 2005 und 2014 die Traditionsprüfung. Beide Hengste sind Brüder von Flaskback.

Cash Hanover, gefahren von Thorsten Tietz (37), trainiert von Heinz Wilhalm, beide einst im Traber-Westen zuhause, jetzt in Berlin-Schöneiche, kommt mit der Empfehlung, die beiden Derby-Vorprüfungen Adbell -Toddington und Buddenbrock gewonnen zu haben, hat also gute Chancen, nun als 19. Traber bei einem Derby-Sieg die sogenannte „Dreifache Krone“ zu erobern. Besitzer Frank Zickmantel (München) ist ein glühender Anhänger des Trabrennsports und seit vielen Jahren „mit von der Partie“.

Die niederländische Besitzergemeinschaft Dragon Trotters ist gleich zweimal vertreten. Einmal durch den bereits erwähnten Flashback mit Arnold Mollema, dann auch noch durch Falcon Dragon, gefahren von Hugo Langeweg Junior (31, Schagerbrug/NL).

Und zweifach ist auch die erfolgreiche Züchterin und vielfach erfolgreichr frühere Amateurfahrerin Mrion Jauß (76) aus Neritz im Derby dabei. Heinz Wewering (65/Berlin) steuert für Jauß den Hengst Nikkei, der bei Jauß angestellte Michael Schmidt (48, Bargteheide, früher Straubing und Gelsenkirchen) steuert Ingmar Flevo.

Der aktuelle Champion Michael Nimczyk (29/Willich) bietet für den Berliner Großkaufmann und Rennbahnbesitzer Ulrich Mommert (74, Berlin) Raffaelo Diamant auf, der wohl ebenso zu den Außenseitern zählt wie Ivo mit Dennis Spangenberg (33/Zossen) und Friendship Newport, gefahren von  Jesse ter Borgh aus Amsterdam. Diese Rolle dürfte auch Tokay zufallen, den Gerhard Biendl (58, München) für Johann Holzapfel aus Anzing anspannt.

Ein großes Fragezeichen steht hinter Halva von Haithabu, gesteuert von Thomas Panschow (48, Bladenhorst) für den Hamburger Besitzer Mijo Ivic. Der von Holger Neumann in Neuenkirchen trainierte Hengst hatte als krassester Außenseiter einen Vorlaufsieg hingelegt. Für eine neue Überraschung ist es freilich nötg, noch einmal „eine Schippe drauf zu legen“.

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