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RWE-Trainer Jan Siewert: „Jetzt auch dranbleiben“

Nach 9:1-Kantersieg gegen Erndtebrück will RWE nun nachlegen.

Es war das wohl am meisten verwendete Zitat des „historischen“ Abends an der Essener Hafenstraße. „Auch für ein 9:1 gibt es nur drei Punkte“, sagte etwa der dreimalige RWE-Torschütze Marwin Studtrucker (25) nach dem Trefferfestival und Offensivspektakel gegen den in der zweiten Halbzeit völlig überforderten Neuling TuS Erndtebrück.

Soll heißen: Zum einen war der höchste RWE-Heimsieg in einem Ligaspiel seit fast genau 43 Jahren (10:1 gegen 1. FC Mülheim-Styrum am 20. August 1972 in der damals noch zweitklassigen Regionalliga West) für die Essener nur ein erster Schritt, um nach dem nicht optimalen Saisonstart (ein Punkt aus den ersten beiden Saisonspielen) in der Tabelle den Weg nach oben einzuschlagen. Zum anderen war selbst trotz des Kantersieges noch nicht alles Gold, was glänzte.

Wohltuend, dass sich auch Trainer Jan Siewert (Foto/33) und seine Spieler von der eindrucksvollen Torausbeute nach der Pause nicht blenden ließen. „Erndtebrück hat es uns durch seine mutige Spielweise zu Beginn schwer gemacht. Da mussten wir schon sehr flexibel sein“, umschrieb Siewert die trotz der 3:1-Führung nur wenig überzeugende Vorstellung in der ersten Hälfte. „Wir hatten große Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen“, räumte Studtrucker ehrlich ein.

Allerdings nutzten die Rot-Weissen ihre wenigen Chancen in der ersten Hälfte nach einem Freistoß (Abstauber von Moritz Fritz) und zwei mustergültigen Kontern, jeweils abgeschlossen von Studtrucker, diesmal eiskalt aus, so dass auch Patrick Huckles kurioses Kopfball-Eigentor zum 2:1 nicht mehr ins Gewicht fiel. Spätestens nach der sehr harten Roten Karte für TuS-Abwehrspieler Ahmet Saglam (Notbremse) und dem von Benjamin Baier verwandelten Foulelfmeter zum 4:1 stellten die Gäste aus dem Wittgensteiner Land, die zum ersten Mal überhaupt in Essen gastierten, ihre Gegenwehr ein. Baier und der zuvor torlose Marcel Platzeck legten jeweils einen Doppelpack nach. Auch ein zweistelliges Ergebnis und damit ein neuer Rekord für die Regionalliga West war möglich.

„Es war am Ende für RWE ein munteres Scheibenschießen“, brachte es TuS-Trainer Florian Schnorrenberg auf den Punkt: „Ich war wohl noch nie so froh, dass der Schiedsrichter endlich abgepfiffen hat.“ Kollege Jan Siewert: „Ich bin stolz auf diese Leistung, der Knoten ist geplatzt. Wir wussten, dass wir ins Rollen kommen. Jetzt gilt es, dranzubleiben und an diesen Auftritt anzuknüpfen.“

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