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Nico Buckmaier: Vater hat immer etwas zu meckern

Stürmer mit Regionalligist SG Wattenscheid 09 mehr als im Soll.

Wenn der Name Nico Buckmaier (Foto recht, mit Vater Eduard) im Stadion des West-Regionalligisten SG Wattenscheid 09 durch die Lautsprecher schallt, denken viele der älteren Fans an der Lohrheide unweigerlich an die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte zurück. Denn Eduard „Ede“ Buckmaier, der Vater des 22-jährigen Offensivspielers, gilt beim ehemaligen Bundesligisten als Ikone. Der heute 49-Jährige war 75 Mal für Wattenscheid in der ersten Liga am Ball, unter anderem beim sensationellen 2:0 gegen den FC Bayern München im Jahr 1993.

Sohn Nico, der an der Ruhr-Universität Bochum Sport studiert, erlebt mit seiner Mannschaft aktuell ebenfalls einen unerwarteten Höhenflug. Die Mannschaft von Trainer Farat Toku, in der abgelaufenen Saison nur knapp dem Abstieg entronnen, holte 20 Punkte aus den ersten elf Partien und steht völlig überraschend auf Rang fünf. Rückkehrer Buckmaier (zuvor KFC Uerdingen 05) traf bei elf Einsätzen fünfmal.

Im aktuellen FUSSBALL.DE-Interview spricht Nico Buckmaier über die aktuelle Situation, das warnende Beispiel KFC sowie die Beziehung zu seinem Vater.

FUSSBALL.DE: Wenn Sie die SG Wattenscheid 09 in der Regionalliga West-Tabelle auf Rang fünf sehen: Was denken Sie, Herr Buckmaier?

Nico Buckmaier: Unsere Platzierung ist der Lohn für unsere guten Leistungen, mit denen wir uns eine hervorragende Basis aufgebaut haben. Dass wir nach elf Begegnungen 20 Punkte auf dem Konto haben, damit war kaum zu rechnen. Uns ist jedoch allen bewusst, dass wir noch nichts erreicht haben. Vor uns liegt noch ein weiter Weg.

FUSSBALL.DE: Wo liegen die Gründe für das bisher sensationelle Abschneiden?

Buckmaier: Ein ganz wichtiger Faktor ist der Zusammenhalt. Wir sind – obwohl es im Sommer einige Bewegung im Kader gab – ein eingeschworener Haufen. Keiner verbreitet schlechte Stimmung, wenn er nicht spielt. Darüber hinaus haben wir gemerkt, dass wir nicht nur gegen die Mannschaften von unten punkten können. Unser 3:1 gegen Alemannia Aachen war zum Beispiel völlig verdient. Wir haben die Qualität, aus wenigen Chancen ein Tor zu machen. Spieler wie Burak Kaplan und Güngör Kaya sorgen in der Offensive immer wieder für kreative Momente.

FUSSBALL.DE:
Ihre Torquote kann sich mit fünf Treffern bei elf Einsätzen durchaus sehen lassen. Wie zufrieden sind Sie?

Buckmaier: Ich bin super zufrieden. In den letzten beiden Jahren war ich auf jeweils sechs Tore in der gesamten Saison gekommen. Diese Marke habe ich schon jetzt fast erreicht. Jede Verbesserung hat meiner Meinung nach immer etwas mit Weiterentwicklung zu tun. Die Mannschaft macht es mir aber auch momentan leicht. Es ist eben einfacher, wenn es insgesamt gut läuft. Das Toreschießen verteilen wir auf mehrere Schultern, sind damit schwer auszurechnen. Jeder gönnt dem anderen jeden Treffer.

FUSSBALL.DE: Die SG Wattenscheid 09 ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Viele Konkurrenten besitzen mehr Möglichkeiten, stehen aber trotzdem in der Tabelle hinter der SGW. Eine besondere Genugtuung?

Buckmaier: Für mich ist es schön zu sehen, dass Geld eben nicht immer auch Tore schießt. Ich mag diesen Slogan ohnehin nicht. Es reicht eben nicht, nur die vermeintlich besten Spieler zu holen. Die Mannschaft muss auch so zusammengestellt werden, dass es charakterlich passt. Schon während unseres Sommer-Trainingslagers hatte sich angedeutet, dass es bei uns keine großen Schwierigkeiten geben würde. Im Gegenteil: Es macht großen Spaß mit den Jungs und Trainer Farat Toku.

Lesen Sie das komplette Interview auf FUSSBALL.DE.

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