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Essen: Wechselgedanken bei Cebio Soukou

Samstag im Niederrheinpokal gegen „Hö-Nie“.

Den tristen Liga-Alltag müssen die Spieler von Rot-Weiss Essen an diesem Wochenende ausblenden: Keine Gedanken an den Vorsprung von nur noch zwei Zählern auf die Abstiegszone, erst recht nicht an den gewaltigen Rückstand von 13 Punkten auf den Tabellenführer Sportfreunde Lotte. Am Samstag ab 14.30 Uhr zählt im Niederrheinpokal-Viertelfinale gegen den Oberligisten SV Hönnepel-Niedermörmter nur das Weiterkommen, um die Chance auf den erneuten Einzug in den DFB-Pokal zu wahren. Sportdirektor Andreas Winkler (45) warnt im Gespräch mit dem kicker: „Für uns ist das Spiel unangenehm, da jeder von uns einen Sieg erwartet und wir mehr verlieren als gewinnen können.“

Beide Vereine hatten sich auf einen Heimrechttausch geeinigt. Das Duell mit „Hö-Nie“ geht daher an der Essener Hafenstraße über die Bühne. Schaut man sich die Auswärtstabelle der Regionalliga West an, dürfte das bei einigen Fans für Erleichterung gesorgt haben. Denn in der Fremde holte die Mannschaft von Trainer Jan Siewert (33) in der Meisterschaft nur vier Zähler aus acht Partien. Lediglich Aufsteiger FC Wegberg-Beeck (null Punkte) steht in der Auswärtstabelle hinter Rot-Weiss. Im eigenen „Wohnzimmer“ läuft es wesentlich besser (17 von 24 möglichen Punkten).

Die Meinung haben sich die RWE-Spieler bei der Analyse der 1:2-Niederlage im Derby bei Rot-Weiß Oberhausen gesagt. Dabei ging es durchaus auch etwas lauter zu. Grund waren vor allem die ersten 20 Minuten, in denen RWO auf 2:0 davongezogen war und so das Fundament für den Dreier legte. Das war auch eines der Themen bei einem Fan-Stammtisch unter der Woche, bei dem laut Winkler „sachlich, kompetent und kritisch“ diskutiert wurde. „In der Anfangsphase des RWO-Spiels hat die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen überhaupt nicht gestimmt. Positiv war, dass die Köpfe trotz des Rückstands immer oben geblieben sind.“

Der Kopf macht Mittelfeldspieler Cebio Soukou (Foto/23), eigentlich fest als Leistungsträger eingeplant, zu schaffen. Durch zuletzt schwache Leistungen hat er sich auf die Ersatzbank gespielt. „Er hatte schon im Sommer Wechselgedanken“, sagt Winkler. „Die gibt es immer noch. Wir haben viel mit ihm geredet. Dass er nun nicht spielt, hat rein sportliche Gründe. Sonst hat er sich nichts zu Schulden kommen lassen“, stellt der Sportdirektor klar. Ist wie bei Kevin Behrens trotzdem eine vorzeitige Trennung möglich? „Bisher liegen bei mir keine Angebote auf dem Tisch“, sagt Winkler. Ob Soukou im Januar (9. bis 17.) mit ins Winter-Trainingslager im türkischen Belek fliegt, ist also zumindest fraglich.

 

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