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RW Essen: „Die Situation ist sehr ernst“

Sportdirektor Andreas Winkler spricht Klartext:

 

Willkommen im Abstiegskampf! Zu dieser bitteren Erkenntnis dürften kurz vor dem Abschluss der Hinserie auch die letzten verbliebenen Optimisten im Lager von Rot-Weiss Essen gekommen sein. Nach dem peinlichen 1:1 im Stadtduell gegen den wacker kämpfenden Tabellenvorletzten FC Kray droht dem mit hohen Erwartungen in die Saison gestarteten Traditionsverein das Überwintern auf einem Abstiegsplatz.

Die Mannschaft von RWE-Trainer Jan Siewert ist vor den beiden ausstehenden Auswärtsspielen bei Borussia Dortmund II (5. Dezember) und zum Rückrundenstart beim SC Wiedenbrück (12. Dezember) noch stärker unter Zugzwang geraten, um ein Abrutschen in den Tabellenkeller zu vermeiden. Die RWE-Auswärtsbilanz von vier Zählern aus acht Spielen – nur Schlusslicht FC Wegberg-Beeck ist auf fremden Plätzen noch erfolgloser – macht allerdings nur wenig Hoffnung auf Besserung. Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison hatte sich RWE noch als Tabellenführer in die Pause verabschiedet.

„Wir schätzen die Situation als sehr ernst ein“, redet auch RWE-Sportdirektor Andreas Winkler (Foto) im Gespräch mit dem kicker nicht um den heißen Brei herum. „Wir müssen gar nicht mehr nach oben schielen, sondern jetzt dringend Punkte sammeln“, sagt der 45-Jährige, nimmt das Wort „Abstiegskampf“ dabei aber nur ungern in den Mund.

Mit einem gellenden Pfeifkonzert wurden die RWE-Kicker nach dem letzten Heimauftritt in diesem Jahr in die Kabine geschickt. Wie gereizt die Stimmung im Fanlager ist, war noch lange nach dem Schlusspfiff zu spüren. Aus Sicherheitsgründen musste der Eingang zur Geschäftsstelle geschlossen werden, weil dort einige aufgebrachte Anhänger ihrem Ärger Luft machten, Verantwortliche und Mannschaft zur Rede stellen wollten. Vorsitzender Prof. Dr. Michael Welling, Sportdirektor Winkler und auch einige Spieler standen Rede und Antwort, beruhigten die Situation.

Kevin Grund, dienstältester RWE-Spieler, brachte es wenig später im kicker-Gespräch auf den Punkt. „Wir alle haben uns diese Saison ganz anders vorgestellt. Jetzt müssen wir als Mannschaft zusammenstehen, die Situation annehmen. Dann werden wir diese schwierige Phase gemeinsam überstehen.“

Die Gäste aus Kray durften sich einmal mehr über einen Achtungserfolg gegen den Nachbarn freuen. „Die Jungs haben alles rausgehauen“, so Trainer Stefan Blank. Der Rückstand zum „rettenden Ufer“ beträgt aber weiter zwölf Punkte

 

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