Startseite / Fußball / Regionalliga / Regionalliga West / Rot-Weiss Essen trauert um Willi Vordenbäumen

Rot-Weiss Essen trauert um Willi Vordenbäumen

Meisterspieler und Ehrenmitglied verstarb im Alter von 87 Jahren.

West-Regionalligist Rot-Weiss Essen trauert um seinen Meisterspieler Willi Vordenbäumen (Foto), der am Donnerstag im Alter von 87 Jahren verstarb. Von 1953 bis 1961 stürmte Vordenbäumen für RWE, zuvor war er (unter anderem zusammen mit Helmut „Boss“ Rahn) für die Sportfreunde Katernberg am Ball. In seinen 192 Pflichtspielen für den Klub, darunter auch die beiden einzigen Europapokal-Spiele der Vereinsgeschichte gegen Hibernian Edinburgh (1955), erzielte er insgesamt 52 Tore.

Mit den Essenern nahm Willi Vordenbäumen 1954 an der mehrmonatigen Reise durch Süd-, Mittel- und Nordamerika teil. 1955 wurde er mit RWE Deutscher Meister, kam allerdings im Endspiel in Hannover gegen den 1. FC Kaiserslautern (4:3) nicht zum Einsatz, weil er zuvor längere Zeit verletzungsbedingt ausgefallen war. Sonst war Willi Vordenbäumen Stammspieler. Er lief im RWE-Sturm neben Vereinslegenden wie August Gottschalk, Helmut Rahn, Franz „Penny“ Islacker, Bernhard Termath oder Johannes „Fred“ Röhrig auf.

Nach dem Abstieg am Ende der Saison 1960/61 verließ Vordenbäumen den Verein und wechselte noch für zwei Jahre zu den Sportfreunden Gladbeck, die ebenfalls in der 2. Liga West kickten.

Anschließend kehrte Vordenbäumen zu RWE zurück und wurde zunächst Assistenztrainer. Zweimal war er Trainer bei RWE. So übernahm er das Amt des Cheftrainers im April 1969 und löste interimsmäßig Kuno Klötzer ab. In seiner kurzen Amtszeit führte Vordenbäumen Rot-Weiss Essen in die Bundesliga, dann übernahm Herbert Burdenski. Nach dessen Entlassung übernahm Vordenbäumen im Mai 1971 noch einmal das Amt, konnte aber den Abstieg von RWE in die Regionalliga West aber auch nicht mehr verhindern. Im November 1971 gab er das Amt an János Bédl ab.

Bis zum Alter von 67 Jahren spielte Willi Vordenbäumen für die Altherrenmannschaft von RWE, blieb dem Traditionsverein von der Hafenstraße bis zum Schluss eng verbunden. Schon vor einigen Jahren wurde er zum RWE-Ehrenmitglied ernannt.

Aus der Essener Meistermannschaft von 1955 lebt nur noch Nationaltorhüter Fritz Herkenrath (87), einst auch bekannt als „fliegender Schulmeister“.

Das könnte Sie interessieren:

Alemannia Aachen verlängert mit Torhüter Mario Zelic

21-jähriger Schlussmann unterzeichnet „längerfristigen Vertrag“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.